Krankenkassen
Westschweizer Gesundheitsdirektoren mehrheitlich für Einheitskasse
publiziert: Dienstag, 26. Aug 2014 / 20:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Aug 2014 / 21:00 Uhr
Die Realität heute: Ständig steigende Prämien.
Die Realität heute: Ständig steigende Prämien.

Lausanne - Die Gesundheits- und Sozialdirektorinnen und -direktoren der lateinischen Schweiz (CLASS) sprechen sich mehrheitlich für die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» aus. Die Schweizerische Konferenz der Gesundheitsdirektoren (GDK) verzichtet hingegen auf eine Empfehlung.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Es ist selten, um nicht zu sagen aussergewöhnlich, dass die CLASS eine Pressekonferenz organisiert, an der die Mehrheit ihrer Mitglieder teilnimmt», sagte der jurassische SP-Gesundheitsdirektor Michel Thentz und Präsident der Gesundheits- und Sozialdirektoren der lateinischen Schweiz am Dienstag vor den Medien in Lausanne.

Während die Meinungen innerhalb der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) sehr geteilt sind und sich diese unter dem Präsidium des bernischen SP-Gesundheitsdirektors Philipppe Perrenoud der Stimme enthält, empfehlen in der lateinischen Schweiz fünf von acht Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, am 28. September die Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» anzunehmen.

Neben dem Jurassier Thentz setzen sich auch die Neuenburger und Waadtländer SP-Gesundheitsminister Laurent Kurth und Pierre-Yves Maillard sowie die Freiburger SP-Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre und - als einziger nicht aus dem linken Lager - der Genfer Gesundheitsdirektor Mauro Poggia vom Mouvement Citoyens Genevois (MCG) für einen Systemwechsel ein.

Drei CLASS-Mitglieder nehmen nicht Stellung

Nicht öffentlich Stellung nehmen wollten die drei übrigen Mitglieder des Gremiums - der Berner SP-Gesundheitsdirektor Perrenoud, die Walliser SP-Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten und der Vertreter des Kantons Tessin, Paolo Beltraminelli (CVP), der gegen die Initiative ist.

«Dass wir uns für die Einheitskrankenkasse einsetzen, hat damit zu tun, dass wir das aktuelle System von innen kennen und mit der Realität ständig steigender Prämien konfrontiert sind», sagte Thentz.

Die Gesundheitskosten würden mit einer öffentlichen Krankenkasse zwar nicht automatisch sinken, fügte Maillard hinzu. Aber nur eine öffentliche Kasse sei in der Lage, eine echte Übereinstimmung zwischen den Prämien und den Gesundheitskosten zu garantieren. Ausserdem sei die Jagd auf gute Risiken unsolidarisch und ungerecht; eine öffentliche Krankenkasse würde mit dieser Risikoselektion und dem Pseudo-Wettbewerb Schluss machen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Versicherungen Lausanne - Der Schweizerische ... mehr lesen
Die Krankenkassenprämien würden nicht sinken - eher steigen.
«Schweiz am Sonntag»: Bundesrätin Doris Leuthard spricht sich gegen den Ausbau der gesamten Autobahn A1 auf sechs Spuren aus.
Bern - Eine Studie zur Lebenserwartung in der Schweiz, Bundesrätin Doris Leuthard und die Mafia-Affäre in der Ostschweiz: Das und mehr thematisieren die Sonntagszeitungen an ... mehr lesen 1
Bern - Die Mehrheit der Schweizer ... mehr lesen
In der deutschsprachigen Schweiz hätten 59 Prozent gegen die Vorlage gestimmt.
Nationalrätin Yvonne Gilli kritisiert Versicherungen, die ihre «teuren» Patienten loswerden wollen.
Bern - Krankenkassen haben kein Interesse an teuren Versicherten. Dies trifft vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke, die besonders auf medizinische Versorgung ... mehr lesen 2
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die ... mehr lesen  
Sorge bereite die Zunahme der Todesfälle wegen Überdosierungen in einigen Ländern.
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 10°C 15°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 8°C 11°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Bern 9°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Luzern 8°C 13°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 8°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 9°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten