Westschweizer KMU sind Zuwanderungs-Initiative wohlgesinnt
publiziert: Montag, 25. Jun 2012 / 17:26 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jun 2012 / 19:21 Uhr
Kleinunternehmen sind anfälliger für die negativen Folgen der Personenfreizügigkeit.
Kleinunternehmen sind anfälliger für die negativen Folgen der Personenfreizügigkeit.

Bern - In den Führungsetagen der Westschweizer KMU sind 57 Prozent der Chefs der Zuwanderungs-Initiative der SVP wohlgesinnt. Gleichzeitig ziehen drei Viertel der kleinen und mittleren Westschweizer Unternehmen positiven Nutzen aus der Personenfreizügigkeit.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die Widersprüchlichkeit ist darauf zurückzuführen, dass die Initiative «Masseneinwanderung stoppen» der SVP bei Mikro- und kleinen Unternehmen gut ankommt, die Personenfreizügigkeit hingegen bei den Unternehmen ab 10 Angestellten als positiv bewertet wird, wie eine Studie des Lausanner Instituts M.I.S. Trend im Auftrag des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv) ergab.

Mikrounternehmen mit 5 bis 9 Angestellten seien anfälliger für die negativen Folgen der Personenfreizügigkeit, erklärte sgv-Präsident und Freiburger SVP-Nationalrat Jean-François Rime die Unterschiede. Raumpflegerinnen, Plattenleger oder Maler spürten die ausländische Konkurrenz direkter - und damit verbunden die Problematik der Scheinselbständigen oder des Lohndumpings.

Auch die persönliche Erfahrung spiele eine Rolle, erklärt Jean Christophe Schwaab die Zustimmung zur SVP-Initiative. Neben der direkten Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, bekämen sie auch andere Nachteile des demografischen Wachstums zu spüren, sagte der SP-Nationalrat (VD).

Die Handwerker stünden im Stau und könnten mit ihrem bescheidenen Lohn kaum mehr die Wohnungsmiete berappen. Zu diesem Schluss kommt auch die Studie, für welche im Mai 515 Führungskräfte von Westschweizer KMU befragt worden sind.

Positive Erfahrungen - düstere Aussichten

Trotz ihrer Zustimmung zur SVP-Initiative, die die Anzahl Bewilligungen für den Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz begrenzen will, bewerten 59 Prozent der Patrons den Beitrag der Grenzgänger zur Wirtschaft ihres Kantons positiv. Auch die flankierenden Massnahmen werden von 56 Prozent als effizient bewertet, um Lohndumping zu bekämpfen.

Beim Blick in die Zukunft hingegen, zeichnen die Patrons ein etwas düstereres Bild. 38 Prozent der Befragten sehen in der Personenfreizügigkeit ein Risiko, 37 Prozent eine Chance.

Eine ähnliche Studie, die im November in der Deutschschweiz durchgeführt wurde, ist nur bedingt vergleichbar - unter anderem, weil keine Mikrounternehmen befragt worden waren.

In der Deutschschweizer Studie betrachten 62 Prozent der befragten Gewerbetreibenden die Personenfreizügigkeit als Chance und 21 Prozent als Risiko. Die Initiative der SVP befürworteten lediglich 29 Prozent der befragten Geschäftsleitungsmitglieder.

Ansporn für sgv

Der sgv sieht sich durch die Resultate in seiner strategischen Zielsetzung bestätigt. Die Ergebnisse seien «Ansporn, weiterhin für Arbeitsplätze und Personenfreizügigkeit zu kämpfen».

Auch bekräftigt der Verband seine Ablehnung der Zuwanderungs-Initiative. Die wohlgesinnte Haltung ihr gegenüber lasse «ausser Acht, dass die Rückkehr zum alten System unter anderem hohe zusätzliche administrative Kosten» zur Folge habe.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Das Bundesamt für Migration will vom Bundesgericht wissen, wann ... mehr lesen
Wie lange sollen Einwanderer, welche in der Schweiz kaum gearbeitet haben, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe erhalten dürfen? (Symbolbild)
Das Bundesamt für Statistik geht davon aus, dass die Zahl der pensionierten Migrantinnen und Migranten bis im Jahr 2020 weiter zunehmen wird.
Bern - Immer mehr Menschen der ersten Einwanderergeneration kommen ins Rentenalter - und damit in eine schwierige ... mehr lesen
Zürich - Die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte in den Kanton Zürich hat nicht zu Verdrängungskämpfen auf dem ... mehr lesen
Falls die Zuwanderungs-Entwicklung der letzten zehn Jahre in Zukunft anhält, wird der Ausländeranteil bis 2030 auf 50 Prozent angestiegen sein.
Rudolf Stämpfli zog eine positive Bilanz der letzten acht Jahre.
Zürich - Der abtretende Arbeitgeberpräsident Rudolf Stämpfli hat am Freitag scharfe ... mehr lesen
Im Gegensatz....
zum Bundesrat der die Initiative ablehnt.
Ungebremstes Wachstum scheint daher beim Bundesrat immer noch höchste Priorität zu besitzen. Ein Glück, dass ihm da die Natur und ihre noch vorhandenen, aber im Eiltempo schwindenden Ressourcen, in absehbarer Zeit einen dicken Strich durch die Rechnung machen wird.
Mehrwertsteuer-Initiative: Eine Ablehnung der Vorlage ist wahrscheinlich, aber nicht sicher.
Mehrwertsteuer-Initiative: Eine Ablehnung der Vorlage ist ...
Eidg. Abstimmungen  Bern - Die Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wird gemäss der zweiten SRG-Trendumfrage am 28. September beide Volksinitiativen ablehnen. Bei der Einheitskrankenkasse hat sich der Nein-Trend verstärkt, bei der Mehrwertsteuer-Initiative zeichnet sich neu ein Nein ab. 
Einheitskrankenkasse wird abgelehnt Bern - Die Mehrheit der Schweizer Stimmbürger will die Volksinitiative für eine ...
«Extrawurst» für Wirte auf Kosten der Allgemeinheit Bern - Die Initiative «Schluss mit der MwSt-Diskriminierung des ...
GastroSuisse kämpft gegen höhere Mehrwertsteuer Bern - Für Restaurants gilt ein höherer Mehrwertsteuer-Satz als für ... 1
Burkhalter: Beziehungen zur EU entwickeln sich positiv Bern - Bundespräsident Didier Burkhalter hat an den Von-Wattenwyl-Gesprächen auf positive ...
Umsetzungsarbeiten zur Zuwanderungsinitiative bildeten das Hauptthema .
Titel Forum Teaser
  • kubra aus Port Arthur 3154
    Hat was irgendwie so, als ob wir Schutzgeld zahlen heute 13:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2443
    Die... CH ist weiterhin ein Rückzugsgebiet für Jiadisten aus der ganzen Welt. ... heute 13:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Ein zweischneidiges Schwert... Der Tagi schrieb am 29.12.2013: "Innerhalb von nur vier Jahren wurden ... Fr, 19.09.14 20:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2443
    Lediglich... eine Show-Veranstaltung der Organisation "Gewählte Stimme". Die Show ... Mi, 17.09.14 16:57
  • KangiLuta aus Wila 208
    Kassandra Sehr guter Kommentar! Ich frage mich sowieso schon lange, warum sich ... Mi, 17.09.14 12:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2443
    Was... für ein Glück, das es die ECRI gibt, in diesen trüben Zeiten! Ja, und ... Di, 16.09.14 16:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Die Macht der Gewohnheit Schneider-Ammann sagt, Steueroptimierung sei schweizerisch. Das ist ... Mo, 15.09.14 18:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1001
    Die Zeiten haben sich eben verändert! Was früher vielleicht einmal gang und gäbe war, ist heute obsolet. Es ... So, 14.09.14 16:37
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 14°C 17°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 12°C 16°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 16°C 20°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 21°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Genf 17°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 17°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten