Wetterkapriolen im Juli liegen in der Norm
publiziert: Montag, 16. Jul 2012 / 12:32 Uhr
Der Juli 2012 kann bisher mit den vergangenen heissen Sommern nicht mithalten.
Der Juli 2012 kann bisher mit den vergangenen heissen Sommern nicht mithalten.

Bern - Das Juliwetter ist dieses Jahr äusserst wechselhaft. Gerade im Vergleich zu den heissen Sommern der vergangenen Jahre kann der Juli 2012 nicht mithalten.

11 Meldungen im Zusammenhang
Nimmt man dagegen die Jahre 1961 bis 1990 als Referenzgrösse, steht die erste Juli-Hälfte weniger schlecht da, wie Daniel Murer, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Nur im Mittelland und in der Westschweiz blieben die Temperaturen bisher leicht unter dem Mittel der Referenzjahre.

In den übrigen Regionen war der Juli gegenüber den 30 Referenzjahren um bis zu 2,5 Grad zu warm. Betroffen ist vor allem das Südtessin. Am Alpennordhang und im Wallis war es rund 1 Grad zu warm, in Nord- und Mittelbünden 1 bis 2 Grad.

Heisse Sommer nicht in Referenzperiode

«Der Vergleich hinkt etwas», sagt Murer dazu. «Denn die heissen Sommer der vergangenen Jahre sind in der Referenzperiode nicht enthalten. Der heisse und trockene Sommer 2003 war sehr aussergewöhnlich.» Wer sich derzeit über das Wetter ärgert, tut dies wohl in Erinnerung an diesen und andere Ausnahme-Sommer.

Viel heisse Luft aus Spanien ist laut SF Meteo der Grund für den Wärmeüberschuss. Vor allem die Nächte seien äusserst mild ausgefallen, weil die Wolkendecke eine Abkühlung verhinderte.

Hingegen war die erste Juli-Hälfte bisher nasser als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Betroffen waren vor allem höhere Lagen im Wallis. Im Ferienort Grächen beispielsweise fielen in der ersten Juli-Hälfte bereits 150 Prozent der Niederschlagsmenge.

Weniger Sonnenschein

Mehr Regen als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 fiel bisher auch im Mittelland, in den nördlichen Voralpen, im Jura, im Nordtessin sowie im Puschlav. «Wegen der Schauer und Gewitter variieren die lokalen Werte allerdings stark», sagte Murer.

Durch das Band schlechter als im Mittel von 1961 bis 1990 schneidet der Juli in Sachen Sonnenschein ab: Praktisch landesweit erhielten die Regionen zwischen 30 und 50 Prozent der auf Grund der Referenzjahre erwarteten Sonnenstrahlen.

Murer geht davon aus, dass der Juli 2012 in der zweiten Hälfte noch etwas Terrain wettmachen wird. Nach ein paar trockenen und wärmeren Tagen dürfte das kommende Wochenende zwar erneut wechselhaft ausfallen. Doch danach könnten dann Tage mit Sommerwetter folgen.

Kalter Morgen

Kalt war aber der Montagmorgen: Den tiefsten Flachland-Wert meldete MeteoNews am Morgen für Mathod VD, südwestlich von Yverdon: Dort war es am Morgen 6,7 Grad kalt.

In Genf sank das Quecksilber bis zur 7,9-Grad-Marke ab und in Freiburg bis 9,1 Grad. Für Bern meldete MeteoSchweiz im Internet 10 Grad, für Basel 11 und für Zürich-Flughafen 10,5 Grad.

Frostig war der Morgen nach Angaben der Wetterdienste in höheren Lagen: In La Chaux-de-Fonds im Neuenburger Jura war es 5 Grad kalt. In den Tourismus-Destinationen Adelboden BE wurden 3,2 Grad gemessen, in Davos GR 3,7, in Evolène VS 2 und in St.Moritz im Oberengadin 0 Grad.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wien - 2012 war drittstärkstes Unwetterjahr - Naturkatastrophen kosteten Versicherer weltweit 54 Milliarden Euro - Bereits 378.000 ... mehr lesen
2012 war das drittstärkste Unwetterjahr. (Archivbild)
Bern - Das oft schlechte Wetter im bisherigen Sommer 2012 bekommen auch die Schweizer Freibäder zu spüren. Die Zahl der ... mehr lesen
Das Wetter machte den Badis einen Strich durch die Rechnung.
In Samedan war es heute morgen minus 2,5 Grad.
Bern - Es geht gegen Ende Juli zu und der Sommer ziert sich immer noch. ... mehr lesen
Bern - Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, hat wenig Hoffnung für die Sommersaison. Neben dem ... mehr lesen
Die Sommersaison ist für den Schweizer Tourismus nicht mehr zu retten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Dunkle Wolken.
Zürich - Unbemerkter Schweizer Sommer: Oft grau, aber doch wärmer als der ... mehr lesen
Bern - Kurze Hosen und knappe Jupes sind diesen Sommer bisher oft im Kleiderschrank liegen geblieben. Dennoch kaufen ... mehr lesen
«Die Leute sind eher am Shoppen als in der Badi.»
Mit leichter Föhnunterstützung wurden in Bad Ragaz SG 34,6 und in Sitten VS 34,3 Grad gemessen. (Symbolbild)
Bern - Am Freitagnachmittag hat die Junihitze in der Schweiz einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. In der subtropischen ... mehr lesen
Bern - Im Tessin ist es heiss. Darum hat MeteoSchweiz am Donnerstag eine Hitzewarnung ausgegeben. Die ... mehr lesen
In der Sonnenstube der Schweiz müssen sich Mensch und Tier auf Temperaturen zwischen 30 und 33 Grad gefasst machen.
Bern - In einigen Regionen der Schweiz ist die vergangene Nacht tropisch warm gewesen. In Zürich-Oerlikon, in Luzern und auch ... mehr lesen
Luft aus den Subtropen bescherte der Schweiz eine warme Nacht. (Archivbild)
Herbst, du schöne Jahreszeit.
Herbst, du schöne Jahreszeit.
«Danke Föhn»  Bern - Der Oktober 2014 geht als der viertwärmste seit Messbeginn in die Annalen der Wetterfrösche ein. In der Südschweiz und in Teilen des Westens dürfte es sogar zum wärmsten je gemessene Oktober reichen, obwohl der Monat im Durchschnitt zu nass und nur mässig sonnig war. 
Sturm bringt Kälte und in der Höhe viel Schnee Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, steht uns diese Woche der erste Wintereinbruch in diesem ...
Lieber zuhause bleiben.
Bilderbuchwetter in der ganzen Schweiz Bern - Das Bilderbuchwetter hat am Wochenende Jung und Alt verzaubert. Morgendliche ...
140-Tonnen-Ungetüm  Der nationale meteorologische Dienst des Vereinigten Königreichs, das ...
Die Fähigkeit das Wetter vorauszusagen, hat auf den Inseln eine grosse Bedeutung.
Der erste Schnee ist da.
Schnee nach dem Sturm  Weisses Erwachen an vielen Orten in der Schweiz: Die Schneefallgrenze sank auf unter 1000 Meter. Einige Flocken schafften es bis in tiefe ...  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1031
    Da wäre noch etwas! Gestern hörte ich einen Vortrag eines der Hauptvertreter der ... gestern 10:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1031
    Jodtabletten? Wer denkt sich nur immer diesen Mist aus? Greenpaese Vertreter drücken ... gestern 10:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1031
    Naiv ist, zu glauben, die Flüchtlinge kämen nach Europa, weil es moderne ... gestern 10:13
  • LinusLuchs aus Basel 39
    Nüchterne Unmenschlichkeit Was wissen Sie über die Details? Was wissen Sie von den Schicksalen der ... Mi, 29.10.14 14:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2538
    Der... Teufel liegt wie immer im Detail. Bei nüchterner Betrachtung der ... Mi, 29.10.14 11:39
  • HeinrichFrei aus Zürich 347
    Supergau in einem der fünf AKWs der Schweiz ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Die Atomkraftwerk-Betreiber wollen die Jodtabletten die jetzt verteilt ... Mi, 29.10.14 07:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2538
    Kämpft... mit Worten und Fakten und nicht mit Gewalt, seid wie Dieter Nuhr, ... So, 26.10.14 22:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2538
    Der... Iran ist formal eine Demokratie, der Staat selbst sichert seine Macht ... So, 26.10.14 09:36
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 12°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Basel 4°C 13°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 4°C 11°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 5°C 14°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Luzern 6°C 13°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Genf 5°C 16°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 6°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten