Wettskandal: Auch Young Boys und Aarau betroffen
publiziert: Dienstag, 24. Nov 2009 / 15:23 Uhr

Täglich neue Enthüllungen im Wettskandal im europäischen Fussball. Jetzt sind auch die Berner Young Boys und der FC Aarau betroffen.

Immer grössere Kreise zieht der Wettskandal.
Immer grössere Kreise zieht der Wettskandal.
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22 Spiele der Challenge League und sechs Testpartien mit Schweizer Beteiligung stehen auf der verdächtigen Liste. Die Swiss Football League wurde von der Bundesanwaltschaft per Post über die betroffenen Partien informiert mit dem Hinweis «streng vertraulich». Wie der «Tages Anzeiger» heute berichtet, soll Lokomotive Mezdra zwei Testpartien in der Schweiz gegen YB und Aarau absichtlich mit 0:5 verloren haben.

Die Spiele fanden in der Nationalmannschaftspause am 13. und 17. November statt. Verdächtig: Das bulgarische Team kassierte die letzten beiden Tore gegen YB per Eigentor und Penalty, das letzte Tor gegen Aarau ebenfalls per Penalty.

«Nichts aufgefallen»

YB-Verteidiger Scott Sutter erklärte dem Tages Anzeiger, dass der Gegner in der zweiten Halbzeit völlig auseinander gefallen sei, was aber in Testpartien nichts Ungewöhnliches wäre. Und Aarau-Trainer Martin Andermatt sei in diesem Spiel «nichts Besonderes aufgefallen».

Beim FC Thun, dessen 1:5-Niederlage gegen Yverdon im letzten Frühling auf der schwarzen Liste stehen soll, hat man nach der Suspendierung von Omar Faye zusätzlich reagiert. Alle aktuellen Kaderspieler sollen schriftlich bestätigen, dass sie mit Spiel-Manipulationen nicht zu tun haben. Werden sie nachträglich der Lüge überführt, droht eine Klage wegen Urkundenfälschung.

(fkl/Si)

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