Neuer Algorithmus eliminiert Unwörter aus gestreamten Liedern
«What the f***»: Apple arbeitet an Live-Zensur
publiziert: Montag, 4. Apr 2016 / 16:15 Uhr
Die Kleinen dürfen nicht mit «böser» Sprache belästigt werden. (Symbolbild)
Die Kleinen dürfen nicht mit «böser» Sprache belästigt werden. (Symbolbild)

Cupertino - Computer- und Elektronikriese Apple zensiert Schimpfwörter in gestreamten Liedern ganz automatisch in Echtzeit. Das kalifornische Unternehmen hat zu diesem Zweck ein Patent für die Live-Zensur eingereicht.

2 Meldungen im Zusammenhang
Das Verfahren mit dem vollständigen Titel «Management, Replacement and Removal of Explicit Lyrics during Audio Playback» analysiert in einem ersten Schritt den Text, der durch den Online-Stream empfangen wird. Die dabei ermittelten Worte werden mit einer speziell eingerichteten Datenbank verglichen.

Wenn sich im Stream Worte befinden, die in der Datenbank als anstössig gekennzeichnet sind, werden sie im Lied ersetzt. Das geschieht entweder durch einen kurzen Piep-Ton oder dem kompletten Ausblenden der Stelle. Die Entwickler geben zudem an, dass auch das Anheben der Lautstärke der Instrumental-Spur unerwünschte Worte kaschieren kann.

Hörbücher und Kinder

Wann die Live-Zensur den Geräten letztlich hinzugefügt werden soll, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen hat noch kein genaues Datum der Veröffentlichung angegeben. Experten vermuten aber, dass die Technologie auch zum Zensieren von Hörbüchern genutzt werden könnte. Besonders übervorsichtige Eltern könnten erfreut sein, denn somit wären zahlreiche Lieder mit Kraftausdrücken durchaus auch für ihre Kinder zumutbar.

(bert/pte)

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