Whistleblower müssen besser geschützt werden
publiziert: Dienstag, 7. Feb 2012 / 07:37 Uhr
Die Schweiz ist auf Hinweisgeber angewiesen.
Die Schweiz ist auf Hinweisgeber angewiesen.

Bern - Whistleblower sollen in der Schweiz besser geschützt werden. Dies fordert Transparency International Schweiz. Der Fall Hildebrand zeige klar: Informanten müssten in Zukunft vor Diskriminierungen jeglicher Art rechtlich abgesichert sein.

Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
5 Meldungen im Zusammenhang
In ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht stützt sich Transparency International (TI) Schweiz auf eine Analyse von zwölf Pfeilern, die für die Korruptionsprävention und -bekämpfung in der Schweiz verantwortlich sind. Darunter gehören unter anderem die Bundesverwaltung, politische Parteien, die Medien sowie die Zivilgesellschaft und Unternehmen.

In den Bericht eingeflossen ist die Auswertung von Fachliteratur über die verschiedenen Bereiche sowie die Analyse standardisierter Fragebögen, welche die rechtlichen Grundlagen klären sollte. Zudem wurden Experteninterviews mit externen und internen Verantwortlichen geführt.

Der Bericht zeigt die Stärken und Schwächen sowie die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Bereiche auf. In der Schweiz würden demnach weder die staatlichen noch die nichtstaatlichen Akteure in unzulässiger Weise in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt.

Dennoch gebe es Bereiche, die klar verbessert werden könnten. So seien Personen, die an ihrem Arbeitsplatz Zeuge von Missständen werden, in der Schweiz zu wenig geschützt, schreibt TI Schweiz in ihrer Mitteilung zum Bericht. «Sie agieren im rechtsleeren Raum und gehen Risiken wie Entlassung oder Strafverfolgung ein.»

Auf Hinweisgeber angewiesen

Dabei sei auch die Schweiz auf Hinweisgeber angewiesen, damit korrupte Praktiken aufgedeckt und strafrechtlich verfolgt werden könnten.

Mit der hängigen Teilrevision des Obligationenrechts könnte der Whistleblowerschutz auf gesetzlicher Ebene verankert werden. Zentral für TI Schweiz sei dabei, dass eine missbräuchliche Kündigung aufgrund einer gerechtfertigten internen oder externen Meldung «ungültig und anfechtbar» sei.

Das Bundespersonalgesetz habe in dieser Hinsicht einen ersten Schritt gemacht. Seit 2011 hat die Mehrheit der Bundesangestellten die Pflicht, Verbrechen und Vergehen anzuzeigen, von denen sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten Kenntnis erhalten hat.

«Diese Bestimmungen müssen auf alle dezentralen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung ausgedehnt werden», fordert TI Schweiz.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wer Missstände am Arbeitsplatz meldet, soll nach dem Willen des Bundesrats besser vor missbräuchlicher Kündigung ... mehr lesen 1
Nach einer ersten Vernehmlassung befand der Bundesrat, dass ein verbesserter Schutz nicht nur bei Whistleblowern geprüft werden müsste. (Archivbild)
Bern - Seit in der Eidg. Steuerverwaltung Unregelmässigkeiten bei Beschaffungen ans Licht gekommen sind, häufen sich die Meldungen über mögliche Verstösse in anderen Departementen. Bei der Finanzdelegation sind mehrere Anzeigen eingegangen. mehr lesen 
Die GPK erhält Einblick in mehr Dokumente.
Bern - Die Geschäftsprüfungskommissionen beider Räte wollen die Vertraulichkeit ihrer Arbeiten besser gewährleisten. Sie ... mehr lesen 4
Bern - Die OECD empfiehlt der Schweiz, den Schutz von Whistleblower möglichst rasch gesetzlich zu verankern. Informanten ... mehr lesen 1
Rudolf Elmer, Schweizer Whistleblower, geriet in einen Strudel aus Gerichtsverfahren und posttraumatischer Belastung.
Das Geld locker im Jackett: Im ersten Halbjahr gingen 40 Hinweise auf Korruption ein.
Bern - Seit Anfang Jahr sind die Angestellten des Bundes verpflichtet, Korruption oder ... mehr lesen 1
Und an wen...
kann sich der gemeine Bürger wenden, wenn er vorsätzliche Dokumentfälschung, Verleumdung, Gerichte belügen etc. gegen sich und Drittperson aufdeckte und deswegen anhaltend von den betroffenen Straftätern bedroht und verleumdet wird?
An die Polizei? Zu teuer, bis 900000 Fr. plus Arbeitsplatzverlust.
An Gerichte: Gefährlich, zieht übelste Verleumdungen und Drohungen nach sich.
An Medien: Gefährlich und teuer. Siehe Zopfi-Wyler.
Bleibt nur: Steuerzahlungen verweigern, bis die widerliche Schweinerei in Ordnung ist bzw. die Öffentlichkeit durch die Straftäter vollumfänglich darüber informiert wurde und sämtliche finanziellen Schäden der Straftatenopfer gänzlich ersetzt sind.
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Uli Hoeness durfte Zeit mit seiner Familie verbringen. (Archivbild)
Uli Hoeness durfte Zeit mit seiner Familie verbringen. (Archivbild)
Hafterleichterung  Uli Hoeness absolviert seinen ersten Ausgang von der Haft. Der Ex-Präsident von Bayern München kann am Samstag in Begleitung seiner Familie tagsüber das Gefängnis in Landsberg am Lech verlassen. 
El Salvador  San Salvador - Der frühere salvadorianische Präsident ...  
Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte des mittelamerikanischen Landes, dass ein Ex-Präsident in Haft muss. (Archivbild)
Sechs Menschen wurden vorübergehend festgenommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. (Symbolbild)
Grossbritannien  Glasgow - Nach dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands ist es in Glasgow zu kleineren ...  
Unabhängigkeit? Nein danke.
No Thanks - Schotten stimmen gegen Unabhängigkeit Edinburgh - Den Weg in die staatliche Unabhängigkeit geht Schottland nicht, grössere Autonomie ist für die britische ...
Titel Forum Teaser
Thomas Peter ist Professor für Atmosphärische Chemie an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Zum Zustand der Ozonschicht Alle vier Jahre untersuchen hunderte Wissenschaftler unter der ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 14°C 18°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 13°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 15°C 21°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Bern 15°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Luzern 16°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Genf 16°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 16°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten