Widersprüchliche Signale aus Pjöngjang
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2003 / 13:40 Uhr

Pjönjang/Washington - Nordkorea warnt, Wirtschaftssanktionen gegen das Land kämen einer Kriegserklärung gleich. US-Präsident Bush wird gleichzeitig zum Dialog aufgerufen.

George W. Bush.
George W. Bush.
Sanktionen bedeuten Krieg, und der Krieg kennt keine Gnade, heisst es in einem Bericht der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA. Zugleich wurde Washington wurde zum Dialog aufgerufen.

Kurz zuvor hatte US-Präsident George W. Bush in Washington gesagt, der Dialog mit Nordkorea werde wieder aufgenommen. Doch müsse das Land zunächst seinen Verpflichtungen, der Aufgabe des Atomprogramms, nachkommen.

In Washington kamen US-amerikanische und südkoreanische Diplomaten zusammen. Nach Presseberichten wollten die Südkoreaner Vorschläge für die Beilegung des Konflikts machen. Im Gegenzug für die Aufgabe des Atomprogramms sollten die USA Sicherheitsgarantien geben und die ausgesetzten Öllieferungen an Nordkorea wieder aufnehmen.

Bush bekräftigte, dass die USA keine Kriegsabsichten gegen Nordkorea hätten. Ich war in Korea und habe klar gesagt, dass die USA keine Absicht haben, in Nordkorea einzumarschieren.

Zuvor hatte die Internationale Atomenergie-Organisation Nordkorea eine letzte Frist zum Stopp des Atomprogramms und zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit eingeräumt. Die von Pjöngjang abgeschalteten Überwachungskameras in den Atomanlagen sollen eingeschaltet und die ausgewiesenen Inspektoren wieder ins Land gelassen werden.

(bert/sda)

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