Widerstand in Irak: Kritische Region auf Bagdad, Tikrit und Ramadi eingegrenzt
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2003 / 11:44 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2003 / 15:10 Uhr

Doha/Washington - In einer Pressekonferenz im Hauptquartier hat US-General Richard B. Myers am Montag die Anzahl der anti-amerikanischen Elemente in Irak auf 4 000 bis 5 000 geschätzt. Derweil bereiten sich in den USA anti-Terroreinheiten mit simulierten Angriffen auf den Notfall vor.

Die Zahl der gewaltbereiten Elemente in Irak sei lediglich eine Schätzung, so Myers. "Sie kann aber als ziemlich realistisch betrachtet werden, da sie auf die Aktivitäten in ganz Irak beruht."

Ein Centcom-Sprecher beurteilte die Lage als sehr kritisch: "Irak ist derzeit mehr als ein Guerilla-Krieg. Wir müssen Guerillas, Terroristen und Kriminelle bekämpfen und gleichzeitig versuchen, das Land zu stabilisieren."

Die US-Armee konzentriert sich derzeit auf die so genannte Mittelklasse des ehemaligen irakischen Baath-Regimes. Der ex-irakische Sicherheitsdienst spiele bei der Kontrolle dieser Mittelklasse offenbar immer noch eine tragende Rolle.

Viele ärmere Iraker würden von reicheren angeheuert, um gegen die alliierten Streitkräfte vorzugehen, so heisst es in einem Presse-Communique auf der Website der Kommandozentrale des US-Militärs.

"Die zentrale Frage ist aber keine militärische", so heisst es weiter, "vielmehr geht es darum, die Menschen im Dreieck zwischen Bagdad, Tikrit und Ramadi dazu zu bringen, die alliierten Truppen im Kampf gegen die Baathisten zu unterstützen."

Desweiteren meldet das amerikanische Militär, dass derzeit circa 36 000 Iraker in den Polizeidienst aufgenommen wurden. Die Anzahl von irakischen Truppen auf amerikanischer Seite wurde auf über 50 000 beziffert. Die Angaben konnten derzeit von unabhängiger Seite noch nicht bestätigt werden.

Terror

Trotz der wachsenden Unterstützung für die US-Truppen in der Region von und um Bagdad wurde seit dem offiziellen Kriegsende im Schnitt täglich ein US-Soldat getötet.

Laut einer CNN-Umfrage sind derzeit knapp 40 Prozent der Amerikaner der Meinung, der Krieg gegen Irak sei falsch.

Seit der Tötung der Saddam Söhne Uday und Qusai steigt die Zahl der Befürworter wieder an.

Die Angst vor Anschlägen in den USA, hingegen, ist unverändert gross. Am vergangenen Donnerstag simulierte die Regierung im Pentagon einen grossangelegten Terrorangriff.

Der gestellte Angriff umfasste die Explosion eines nervengashaltigen Trucks in der Nähe des Pentagons.

80 Freiwillige wurden durch den kontaminierten Parkplatz des Gebäudes getragen und ausserhalb der Gefahrenzone schein-behandelt. Die simulierten Verletzungen umfassten Verbrennungen, Knochenbrüche und schwerwiegende Verletzungen durch das ausgetretene Nervengas.

Ein Helfer und Feuerwehrmann vor Ort bezeichnete die Übung als traumatisch: "Vieles daran erinnerte mich an den 11. September, aber für mich macht diese Übung Sinn, denn so sind wir besser vorbereitet."

(bsk/news.ch)

 
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