«Stark beeindruckt» von der Eröffnungsfeier in London
Widmer-Schlumpf plaudert mit der Queen und Prinz Charles
publiziert: Samstag, 28. Jul 2012 / 22:03 Uhr
Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. (Archivbild)
Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. (Archivbild)

London - Eveline Widmer-Schlumpf hat sich von der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London «stark beeindruckt» gezeigt. Vor der pompösen Feier am Freitag hatte die Bundespräsidentin noch Gelegenheit mit Queen Elizabeth II. und Prinz Charles zu plaudern.

2 Meldungen im Zusammenhang
«Wir haben über Klosters gesprochen, wo die königliche Familie oft Ferien macht», verriet die Bündnerin am Samstag an einer Medienkonferenz im Schweizer Haus in London. Die Queen habe sie ausserdem gefragt, wo die Schweizer Medaillenhoffnungen lägen.

Königin Elizabeth hatte die wegen der Eröffnungsfeier in der britischen Hauptstadt versammelten Staatsoberhäupter und Ministerpräsidenten am Freitag zu einem Empfang im Buckingham Palast geladen.

«Dieser sehr lange Empfang - er dauerte drei Stunden - hat mir die Chance gegeben mit einer ganzen Reihe von Präsidenten und Premierministern über eine grosse Zahl von Dossiers zu sprechen und dies in einer kurzen Zeitspanne», zeigte sich Widmer-Schlumpf befriedigt.

Treffen mit Michelle Obama

So unterhielt sich Widmer-Schlumpf mit der amerikanischen Präsidentengattin Michelle Obama. Die Bundespräsidentin zeigte sich von der «First Lady» begeistert und beschrieb diese als «extrem warmherzig».

Weiter sprach Widmer-Schlumpf mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff, dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus, dem russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew, dem bulgarischen Präsidenten Rossen Plewneliew und der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt.

«Ich konnte mich auch mit dem französischen Premierminister (Jean-Marc Ayrault) austauschen». Die Diskussion sei sehr «nützlich» gewesen, sagte Widmer-Schlumpf und verwies auf die «verschiedenen Dossiers», die zwischen der Schweiz und Frankreich offen seien.

Unter anderem gibt es zwischen Bern und Paris erhebliche Differenzen zu Steuerfragen, unter anderem zum Thema Steuerhinterziehung.

Widmer-Schlumpf für Spiele in der Schweiz

Widmer-Schlumpf stand an der Medienkonferenz einen Tag nach der Eröffnung der Spiele die Begeisterung über die Feier ins Gesicht geschrieben. Die Bundespräsidentin lobte diese als gelungene Mischung aus Offenheit, Charme, Emotionen und Humor.

Die Briten hätten es geschafft, gekonnt ihre Geschichte und die Geschichte der Industriellen Revolution mit modernen Elementen wie der Musik zu vereinen.

Gefragt, ob die Schweiz selbst für die Olympischen Spiele im 2022 an den Start gehen sollte, outete sich die Bundespräsidentin als Fan einer solchen Kandidatur. «Ich gehöre zu den Leuten, die denken, dass wir wagen sollten, eine solche Herausforderung anzunehmen», sagte sie.

«Volk hat das letzte Wort»

Aber bevor die Schweiz sich in ein solches Abenteuer stürze, müsse der passende Austragungsort gefunden und sichergestellt werden, dass die Bevölkerung hinter einer Olympia-Kandidatur stehe. «So oder so: Das letzte Wort hat das Volk. Es muss über eine allfällige Schweizer Kandidatur entscheiden», sagte Widmer-Schlumpf.

Ihre Medienkonferenz gab die Bundespräsidentin am Samstag im Schweizer Haus («House of Switzerland») an der Themse. Das 3000 Quadratmeter grosse Gebäude war eigens vom Departement für auswärtige Angelegenheiten für die Dauer der Olympischen Spiele eingerichtet worden.

Widmer-Schlumpf war über das Schweizer Gästehaus des Lobes voll: «Dieses Haus zeigt eine offene, dialogbereite Schweiz, eine Schweiz, die Tradition und Modernität mischt», sagte sie. «Es ist positiv, dass wir solche Signale nach aussen senden.»

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Olympische Sommerspiele Die Olympischen Spiele in London sind seit der späten Freitagnacht eröffnet. Queen Elizabeth II. sprach die feierlichen Worte im ... mehr lesen
Team Schweiz mit Stanislas Wawrinka.
Bundesprösidentin Eveline Widmer-Schlumpf. (Archivbild)
Olympische Sommerspiele Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf wird vor ihrer Teilnahme an der Eröffnungsfeier zusammen mit anderen ... mehr lesen
Die Schweiz trifft zuerst auf Gastgeber Holland.
Die Schweiz trifft zuerst auf Gastgeber Holland.
Frauenfussball Olympia-Qualifikation  Im Playoff um den dritten und letzten europäischen Platz am olympischen Frauenfussballturnier an den Sommerspielen in Rio trifft die Schweiz im März 2016 in Holland auf Holland, Schweden und Norwegen.  
Gegen Vanuatu gewonnen  Die Fussballer von den Fidschi-Inseln dürfen im kommenden Jahr erstmals am Olympia-Turnier mitspielen.  
Die Fidschi-Inseln sind das erste Mal bei einem olympischen Fussballturnier dabei.
Rekord-Niederlage für Mikronesien Das Nationalteam von Mikronesien hat an den Pazifik-Spielen eine rekordhohe Niederlage kassiert.
Fidschi-Inseln ganz stark gegen Mikronesien: 38:0.
Der fünfte Kandidat  Budapest bewirbt sich als fünfter Kandidat offiziell um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024. Zuvor hatten schon Rom, Boston, Hamburg und Paris ihre Kandidatur eingereicht.  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1409
    Wo viel Schatten ist, ist irgendwo auch Licht. Für die kleinen Verbände hat sich Blatter ... Mo, 08.06.15 12:39
  • LinusLuchs aus Basel 106
    Selbstheilung unwahrscheinlich Das System Fifa, das Sepp Blatter von João Havelange übernommen und ... Fr, 05.06.15 09:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1409
    Ein neuer Präsident und alles ist wie zuvor und wieder gut? Nein, so geht das nicht! Die ... Do, 04.06.15 23:47
  • LinusLuchs aus Basel 106
    So so, Breel Embolo bereitet sich also auf den Cupfinal vor, steht am Schluss ... Do, 04.06.15 21:02
  • LinusLuchs aus Basel 106
    Ein Scheich für den Status quo Michel Platini, Michael Van Praag, Luis Figo… – nein. Die ... Mi, 03.06.15 14:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3189
    Das... Ganze ging von den USA aus, bzw. dem ehemaligen New Yorker ... Mi, 03.06.15 10:05
  • HeinrichFrei aus Zürich 386
    Der US-Justiz ist nicht zu trauen Unser Sepp Blatter ist als Präsident der FIFA zurückgetreten. Gut. Das ... Mi, 03.06.15 07:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1409
    Also doch! Bisher hielt ich wenigstens den Chef selbst für nicht korrupt, wohl ... Mi, 03.06.15 00:04
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 10°C 18°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Basel 6°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 10°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Bern 10°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Luzern 12°C 24°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 12°C 26°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 19°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten