Widmer-Schlumpf ruft zu aktivem Handeln auf
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2012 / 13:08 Uhr
Eveline Widmer-Schlumpf fordert Weitblick.
Eveline Widmer-Schlumpf fordert Weitblick.

Avers GR - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf warnt in ihrer 1.-August-Ansprache vor den Auswirkungen der Euro-Krise. Die Schweiz stehe noch gut da, müsse sich aber für Krisen und Druck von aussen wappnen. Sie ruft zu Zusammenhalt und aktivem Handeln auf.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Wenn in Europa die Dämme brechen, wird auch die Schweiz mehr oder weniger stark unter Wasser stehen», sagte Widmer-Schlumpf in der von Radio und Fernsehen übertragenen Rede. Wegschauen sei keine Option. Die Herausforderung lasse sich aber meistern, indem «wir mithelfen, die Dämme bei uns und in Europa zu befestigen».

Dies tue die Schweiz mit ihrer Beteiligung am Internationalen Währungsfonds oder mit dem Mindestkurs gegenüber dem Euro, den die Nationalbank verteidigt, erinnerte Widmer-Schlumpf. Die Wirtschaft habe sich dank grosser Leistungsstärke bisher als sehr krisenresistent erwiesen.

Weitblick sei in schwierigen Zeit gefragt. Um dies zu unterstreichen, begab sich die Bündnerin für ihre Ansprache hoch hinaus: Sie wählte das 2126 Meter über Meer gelegene Juf im Avers-Tal in ihrem Heimatkanton. Juf mit seinen rund 30 Einwohnern gilt als die am höchsten gelegene, im Sommer und Winter bewohnte Siedlung Europas.

Blick für Zusammenhänge

«Von hier aus reicht der Blick weit. In das Tal hinein, auf die Berge - aber auch über das Tal und die Berge hinweg», sagte Widmer-Schlumpf. Der Besuch in der Höhe helfe, Zusammenhänge zu sehen, «für die wir im Alltag und in der Auseinandersetzung mit einzelnen, konkreten Problemen gelegentlich den Blick verlieren».

Der Schweiz wehe in den nächsten Jahren wohl ein noch rauerer Wind entgegen. Der Druck von aussen dürfte noch stärker werden, prophezeit die Finanzministerin. Ihr Departement steht derzeit in harzigen Verhandlungen mit den USA über eine Lösung des Steuerstreits.

Reihen schliessen

Widmer-Schlumpf mahnt angesichts der ausländischen Druckversuche zur Einigkeit: «Besonders wichtig wird sein, dass wir uns nicht gegenseitig in den Rücken fallen. Es gilt die Reihen zu schliessen.» Das gelte nicht nur für den Nationalfeiertag, sondern auch an den Tagen danach.

Die Schweiz solle auf ihre Stärken bauen, sagte Widmer-Schlumpf. Konkret sprach sie dabei die tiefe Verschuldung an sowie die Investitionen in Forschung, Bildung, Präzision und Qualität.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat am Dienstag vor den Medien in Bern Zwischenbilanz zu ihrem ... mehr lesen
Widmer-Schlumpf betonte, dass die Verantwortung bei den Banken und der Finanzmarktaufsicht (FINMA) liege.
Bern - Das Verhältnis der Schweiz zum Ausland hat die führenden Schweizer Politiker zum 1. August beschäftigt wie kein ... mehr lesen 1
Dunkle Wolken über dem Bundeshaus. (Symbolbild)
Die Türen im Bundeshaus sind heute offen.
Bern - Tausende Besucherinnen und Besucher haben am Nationalfeiertag das ... mehr lesen
Zürich - Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat für die Verteidigung des Euro-Mindestkurses im Juni erneut tief in die Tasche greifen müssen. Die Devisenreserven der Nationalbank sind erneut markant ... mehr lesen
-1
Die Rohstoffbranche soll transparent sein.
Die Rohstoffbranche soll transparent sein.
Finma als Vorbild  Bern - In der Schweiz tätige Rohstofffirmen sollen sich einer umfassenden Regulierung unterstellen müssen. Das fordert die Erklärung von Bern (EvB) und plädiert für die Einsetzung einer unabhängigen Rohstoffmarktaufsicht (ROHMA). 
Finma-Direktor fordert Banker zu mehr Selbstdisziplin auf Bern - Der neue Finma-Direktor Mark Branson redet den Bankern ins Gewissen. Viel Vertrauen sei ...
Mark Branson an der heutigen Finma-Jahresmedienkonferenz in Bern.
«Schweiz am Sonntag»: Bundesrätin Doris Leuthard spricht sich gegen den Ausbau der gesamten Autobahn A1 auf sechs Spuren aus.
Sonntagszeitungen befassen sich mit Lebenserwartung und Mafia Bern - Eine Studie zur Lebenserwartung in der Schweiz, Bundesrätin Doris Leuthard und die Mafia-Affäre in der ... 1
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 15°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 12°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten