Widmer-Schlumpf tritt in «Arena» gegen Blocher an
publiziert: Mittwoch, 14. Mai 2008 / 17:37 Uhr

Bern - Showdown am Freitagabend: Erstmals kreuzen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und ihr Amtsvorgänger Christoph Blocher öffentlich die Klingen. Die Sendung «Arena» auf Schweizer Fernsehen thematisiert die Einbürgerungsinitiative.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt für die bundesrätliche Nein-Empfehlung ein.
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt für die bundesrätliche Nein-Empfehlung ein.
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Damit habe die Abstimmungs-«Arena» eine Top-Besetzung, teilte das Schweizer Fernsehen mit. Alt Bundesrat Blocher vertritt zusammen mit SVP-Präsident und Nationalrat Toni Brunner die Pro-Seite. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt für die bundesrätliche Nein-Empfehlung ein.

Im Zusammenhang mit dem SVP-Druck auf Widmer-Schlumpf trat die Staatsanwaltschaft Graubünden nicht auf eine Anzeige wegen Nötigung gegen die SVP Schweiz ein. Sie sei örtlich nicht zuständig, begründete die Behörde ihren Entscheid.

Der Schaffhauser FDP-Kantonsrat Gerold Meier hatte die Anzeige eingereicht. Locker lassen will er nicht: Er versucht es jetzt in Bern. Irgendjemand müsse ja zuständig sein, sagte er der Nachrichtenagentur SDA. Bereits die Bundesanwaltschaft hatte die Eröffnung einer gerichtspolizeilichen Ermittlung in dem Fall abgelehnt.

Die Glarner SVP-Sektion entscheidet am Abend, ob sie bei einem Ausschluss der Bündner Kantonalpartei ebenfalls und freiwillig aus der Mutterpartei austritt.

Am Abend entscheidet auch die Sektion Jura. Sie dürfte sich wie die Mehrheit der Kantonalparteien für einen Ausschluss der Bündner aussprechen.

Nur Berner stehen hinter Bünder Sektion

Derweil steht nur noch die SVP Bern hinter der Bündner Sektion. Die Appenzell Ausserrhoder SVP unterstützte den harten Kurs der SVP gegen die Bundesrätin. Die Delegierten befürworteten mit 52 zu 4 Stimmen einen Ausschluss der Bündner Sektion.

Der 115-köpfige Zentralvorstand der SVP Schweiz entscheidet am Samstag über die Eröffnung eines Ausschlussverfahrens gegen die Bündner Sektion.

(smw/sda)

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... oder man könnte auch sagen, ... zum Zweiten, korrigiert, dass es auch verstan-
den werde ... dass das die wirkliche politische Aussage dieser Herren der obersten Etage der SVP und auch ihrer Mitläufer ist:

"Mir und Gleichgesinnten ALLES ... und den Rest, der übrig bleibt, den können die anderen haben!"

Nicht wahr!?

Braucht es noch EIN Beispiel?

JA? Dann ist das zur Abstimmung gelangende neue ... "Krankenversicherungsgesetz" der beste Beweis für diese Haltung den Schwächeren gegenüber!!! .... denjenigen Menschen gegenüber, die (vorallem) finanziell schwächer, nicht selten aber charakterlich wesentlich stärker sind!
Selbsteinschätzung
Angenommen, Sie wären gleich zum Chef der von Ihnen genannten Profirunde gemacht worden, hätten Sie das akzeptiert? Man muss doch auch ein bisschen wissen, wann man so weit ist.
Ich bestreite nicht, dass TB demokratisch gewählt wurde, hab mich auch nicht im Entferntesten in dieser Richtung geäussert. Es ist allein der SVP ihre Sache, wen und wie sie ihren Präsidenten wählt, selbst wenn er von Herrn Blocher persönlich ernannt und von den Mitgliedern akzeptiert worden wäre! Was die SVP intern tut, ist weniger wichtig als das, was sie für unser Land tut! Und das Land scheint sie im Moment kaum zu interessieren, so sehr ist sie mit sich selbst beschäftigt.
Ich bleibe bei meiner Meinung, er (TB) wird nicht sehr lange Präsident der SVP sein. Seine mangelnden Kenntnisse stossen bereits im eigenen Lager auf Kritik.
... oder man könnte auch sagen, ...
... das die wirkliche politische Aussage dieser Herren der obersten Etage der SVP und auch ihrer Mitläufer ist:

"Mir und Gleichgesinnten ALLES ... und den Rest, der übrig bleibt, den können die anderen haben!"

Nicht wahr!?

Braucht es noch ein Beispiel?

JA? Dann ist das AUCH zur Abstimmung gelangende neue ... "Krankenversicherungsgesetz" der beste Beweis für diese Haltung den Schwächeren gegenüber!!! .... denjenigen gegenüber, die (vorallem) finanziell schwächer, nicht selten aber charakterlich wesentlich stärker sind!
Die drei Musketiere
Wird der Präsi nicht demokratisch gewählt? Rhetorik ist primär eine Sache der Routine. Eleganz und Eloquenz vertreten innerhalb des Präsidiums ja andere besser, A. Amstutz und Ch. Blocher sind Toni Brunner diesbezüglich klar überlegen. Letzterer wird auch noch einen eigenen Stil entwickeln, erinnern wir uns doch an den wenig souveränen U. Maurer am Anfang seiner Parteikarriere. Bisher hat mich der Lehrling schon positiv überrascht durch die seriöse Vorbereitung seiner Auftritte und die doch gute Kenntnis der Faktenlage. Im übrigen sind die Grund-Parolen auch in diesem Lager die altbekannten, konservativ-libertär, man kann sie goutieren oder nicht: sowenig Staat wie notwendig, soviel Unabhängigkeit wie möglich. Viel zu erklären gibts da nicht, weder den Vollprofis noch der Basis..
Bescheidenheit ist eine Zier
Es soll seine Lehrzeit haben.
Wurden Sie als Greenhorn gleich als Chef vor die "Vollprofis" gestellt? Und haben Sie denen dann Banales und Trviales mit dem ausgestreckten Zeigefinger und unzulänglicher Rethorik erklärt? Na also!
Herr und Hund
Anfänger hatten es noch nie leicht, und manche müssen in übergrosse Fussstapfen treten. Man wächst an der Herausforderung. In allen politischen Lagern rücken Jüngere nach - sie werden die jeweilige Partei verändern und sich mit ihr. Auch Levrat ist doch herzerwärmend wie er die alten, klassenkämpferische Parolen von sich gibt. Als Jurist und Gewerkschaftsfunktionär erlebt er die Realität, gegen die er sich engagiert anders als Leute, die sie direkt am eigenen Leib erfahren. Und von wegen "nachplappern": Schon die Bastillestürmer skandierten Egalité und Fraternité. Als ich als Greenhorn im Rahmen einer "Verjüngungskur" in ein gestandenes Team von Vollprofis kam habe ich ungeniert das immense Wissen, die jahrzehntelange Erfahrung meiner Mentoren aufgesogen und kopiert, wurde korrigiert und ermutigt. Ich wünschte Herrn Brunner, dass auch ihm von älteren und fähigeren Mitmenschen ein solcher Bonus zugestanden würde.
Ebenbürtige Kontrahenten
Wahrscheinlich wird Christoph Blocher gesittet mit Frau Widmer umgehen, er weiss ganz genau, dass sie kein Dummchen ist, das man beliebig massregeln kann. Die beiden Dottores in Jurisprudenz werden sich nicht die Augen auskratzen. Viel schlimmer ist es, wenn sich der Bauer Toni Brunner einmischt und seine auswendig gelernten Sprüchlein aufsagt, unerträglich! Gab's nicht mal einen Kinderspruch: "Da schickt de Meischter s'Hundli, er söll dä Joggeli biisse..." So kommt mir das vor, wenn Toni Brunner nachplappert, was ihm Christoph Blocher vorgekaut hat. Ich lasse mich überraschen.
Widmer-Schlumpf tritt nicht gegen Blocher an, ...
... sondern Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wird an der nächsten Arena dabei sein - Als Bundesrätin mit einem eigenen Stehpult! Alt-Bundesrat Blocher wird auch von der Partie sein ... Ob das dem Diskussionsklima gut tut, dass Blocher auch dabei ist, ist mehr als fraglich. Aber Frau BR Widmer-Schlumpf wird sich mit ihrer natürlichen und sachlichen Art wohl profilieren können als umscihtige Person.

Ich wünsche ihr jedenfalls viel Erfolg!
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