Indonesiens Staatschef
Widodo beruft Frau ins Aussenministerium
publiziert: Sonntag, 26. Okt 2014 / 15:58 Uhr
Der indonesische Staatschef Joko Widodo. (Archivbild)
Der indonesische Staatschef Joko Widodo. (Archivbild)

Jakarta - Knapp eine Woche nach seiner Vereidigung hat der indonesische Staatschef Joko Widodo am Sonntag sein Kabinett vorgestellt. Erstmals in der Geschichte Indonesien gehört der Regierung eine Frau, Retno Marsudi, als Aussenministerin an.

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Die beiden Schlüsselressorts Finanzen und Wirtschaft werden von Bambang Brodjonegoro und von Sofyan Djalil geleitet. Die insgesamt 34 Kabinettsmitglieder sind teils Fachleute, teils Parteipolitiker.

Puhan Maharani, die Tochter von Megawati Sukarnoputri, der Vorsitzenden von Widodos Demokratischer Partei des Kampfes (PDI-P), ist neue Ministerin für Kultur. Als solche steht sie an der Spitze von vier mächtigen sogenannten Koordinierungsministerien, die andere Ministerien beaufsichtigen.

Dass der Präsident auch andere Megawati nahe stehende Persönlichkeiten in die Regierung aufnahm, werteten Beobachter als Versuch der ehemaligen Staatschefin, die künftige Regierungspolitik von aussen zu beeinflussen. Eine enge Vertraute Megawatis, Rini Soemarno, leitet das Ministerium für Staatsunternehmen und neuer Verteidigungsminister ist der frühere Armeestabschef Ryamizard Ryacudu.

Kandidaten überprüft

Die Bekanntgabe des Kabinetts war eigentlich für Dienstag, einen Tag nach Widodos Amtseid, erwartet worden. Sie hatte sich aber verzögert, weil der neue Präsident in einem ungewöhnlichen Schritt die Kommission zur Korruptionsbekämpfung (KPK) aufforderte, die Regierungskandidaten zu überprüfen. Damit versuchte Widodo, Fehler seines Vorgängers Susilo Bambang Yudhoyono zu vermeiden, dessen Amtszeit von Bestechungsskandalen überschattet war.

Der auch unter seinem Spitznamen Jokowi bekannte neue Staatschef steht angesichts der schwächelnden Wirtschaft und der weit verbreiteten Korruption in Indonesien vor grossen Herausforderungen. Zudem gibt es Befürchtungen, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) könnte in Indonesien, dem Land mit den meisten Muslimen weltweit, an Unterstützung gewinnen.

(bert/sda)

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Indonesien
"Islamischer Staat (IS) könnte in Indonesien, dem Land mit den meisten Muslimen weltweit, an Unterstützung gewinnen"
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Jakarta gilt noch als einigermassen sicher, auch wenn da ab und zu chinesische Christen aus den Autos gezogen und totgeschlagen werden. In Sumatra jedoch, herrscht die Scharia mit allem, was dazugehört.
Selbst in eher christlich geprägten Gegenden wie Sulawesi, sind die Muslime äusserst aggressiv.
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