Wie Kaiser Nero Olympiasieger wurde...
publiziert: Dienstag, 27. Jul 2004 / 13:32 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Jul 2004 / 14:20 Uhr

Kein Sportanlass zieht die Menschen mehr in den Bann als Olympischen Spiele, die seit der Wiedereinführung durch Pierre de Coubertin 1896 zum wichtigsten sportlichen Ereignis der Welt geworden sind.

Kaiser Nero war ein schlechter Verlierer.
Kaiser Nero war ein schlechter Verlierer.
Olympische Spiele - das sind Geschichten von Siegern und Verlierern, Geschichten von erfüllten Träumen und zerplatzten Hoffnungen. Die Olympischen Spiele sind aber auch Geschichten, die teils so unglaublich sind, dass man sie nicht erfinden könnte, wären sie nicht passiert.

Derartige Episoden kamen vor allem in den Spielen der Antike häufig vor. Jene von Kaiser Nero, der in den ersten Jahren unserer Zeitrechnung auch einmal Olympiasieger werden wollte und sich deshalb zum Sieger des Wagenrennens erklären liess, obwohl er während des Rennens vom Wagen gestürzt war, ist nur eine davon. Aber auch in den neueren Jahren gibt es noch eine Reihe von merkwürdigen Fällen.

1960 zeichnete das IOC einen Dänen aus, der sich zu Tode gedopt hatte. 1952 verweigerten die Olympier in Helsinki dem Schweden Ingemar Johansson die Silbermedaille, weil er im Box-Final des Superschwergewichts gegen Edward Sanders (USA) "nicht sein Bestes gab".

Johansson hatte einfach keine Lust, sich von Sanders krankenhausreif schlagen zu lassen. Samaranch sorgte dafür, dass Johansson 30 Jahre später sein Silber doch noch erhielt. Zu diesem Zeitpunkt aber wusste man einiges mehr: Sanders, der nach seinem Olympiasieg sofort zu den Profis wechselte, starb nach einer K.o-Niederlage in seinem neunten Profikampf am 21.12.1954 an einer Gehirnblutung.

Johansson, der als Amateur nicht sein Bestes gegeben hatte, wurde 1959 Weltmeister aller Klassen, als er Floyd Patterson ausknockte, der 1952 Olympiasieger im Mittelgewicht gewesen war.

(von Rolf Bichsel/Si)

 
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