Wie wir unser Blut sauer machen
publiziert: Donnerstag, 21. Aug 2008 / 11:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Aug 2008 / 14:55 Uhr

Vermutlich gibt es kaum jemanden, der sich gerne in Räumen mit abgestandener, verbrauchter Luft aufhält. Kopfschmerzen, Unwohlsein, Konzentrationsschwäche... wie schön ist es doch dann, durch die Türe hinaus an die frische Luft zu gehen und wieder richtig durch zu atmen.

Das Unwohlsein lässt sich dabei vor allem auf den hohen CO2-Gehalt der Atemluft und die daraus folgende Übersäuerung des Blutes zurückführen, wenn sich das Kohlendioxid darin breit macht und zur sogenannten Azidose führt.

Soweit, so banal... doch was wäre, wenn sie vor der Tür nicht mehr frische Luft schnappen könnten? Nicht weil Sie nicht raus können, sondern weil draussen die Luft so lausig wie in einem schlecht gelüfteten Raum wäre (und die Luft drin daher noch viel schlechter)? Keine angenehme Vorstellung.

Die CO2-Klima-Diskussion ist für die Propagandisten von fossilen Brennstoffen eigentlich ein Glück. Selbst bei einem recht grossen wissenschaftlichen Konsens bleiben immer noch Lücken im Wissen darüber, ob und wie genau das von Menschen in die Atmosphäre eingebrachte Kohlendioxid das Klima nun wirklich beeinflusst. Die Diskussion tobt daher immer noch und vernebelt die Sicht auf eindeutige und mindestens gleich bedrohliche Effekte der bedenkenlosen Verbrennung von Öl und Kohle.

Die Übersäuerung der Ozeane wurde in dieser Kolumne schon erwähnt. Doch manchen Leuten reicht auch das scheinbar noch nicht. Die Übersäuerung des eigenen Blutes (und dessen unserer Kinder) hingegen sollte wirklich JEDEN angehen. Denn wir sind auf dem Weg dorthin.

Um das ganze begreiflich zu machen, sind ein paar Zahlen notwendig. Der in den letzten paar Millionen Jahren normale CO2-Gehalt in der Luft lag bei etwa 320 ppm (Teile pro Million). Das letzte Mal, als dieser weit darüber auf über 1200 ppm stieg – vor 27 Millionen Jahren - verschwanden praktisch alle Primaten vom eurasischen Kontinent.

Heute liegt der Wert bei 373 ppm und er steigt unaufhaltsam weiter. Ein Blick in die Zukunft geht von Werten zwischen 550 ppm im besten und 750 ppm im wahrscheinlichsten Fall aus. CO2 gilt aber – wie das dann der Fall wäre – schon ab 426 ppm als giftig, wenn man sein Leben lang dieser Luft ausgesetzt ist, da der Blut-pH-Wert dann auf 7,3 sinken würde... und schon bei 650 ppm wäre das sonst alkalische Blut sauer.

Die Richtwerte, die, wie in Deutschland auch 1500 ppm in Innenräumen als sicher erklären, gehen nicht von einer lebenslangen Belastung aus. Bei den vorausgesagten Werten müsste man mit erheblichen Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit rechnen. Es wäre, als würde sich die ganze Menschheit ständig in einem schlecht gelüfteten Zimmer befinden, ohne Fenster zum öffnen, ohne Türe, durch die man raus gehen kann. Welche organischen Schäden die Folge wären – inklusive Geburtsdefekten – mag man sich gar nicht ausmalen.

Es wird Zeit, dass die Fixierung auf die Klima-Veränderung endlich aufhört und die CO2-Problematik als eine generelle Gefahr betrachtet wird, die jeden Bereich unseres Lebens ziemlich sauer machen kann.

(von Patrik Etschmayer/news.ch)

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