Wieder Proteste gegen Sarkozy in Frankreich
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 06:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 07:26 Uhr

Paris - Wie in der Wahlnacht haben am Montagabend Jugendliche in mehreren französischen Städten gegen die Wahl des Konservativen Nicolas Sarkozy zum Präsidenten demonstriert. Dabei kam es erneut zu Ausschreitungen.

Bis weit nach Mitternacht lieferten sich kleinere Gruppen ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. (Archivbild)
Bis weit nach Mitternacht lieferten sich kleinere Gruppen ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. (Archivbild)
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Wie die Polizei mitteilte, wurden vielerorts erneut Fahrzeuge und Müllcontainer in Brand gesteckt. Zumeist jugendliche Gewalttäter hätten die Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen angegriffen. Allein in Paris seien mehr als 100 Demonstranten festgenommen worden.

Auf dem Pariser Bastille-Platz, traditionell ein Ort für linke Demonstrationen, hatten sich am Abend bis zu 500 Gegner Sarkozys zu einer Demonstration versammelt. Als Schaufensterscheiben und Telefonhäuschen zertrümmert wurden, gingen die Sicherheitskräfte hart gegen die Randalierer vor.

«Wir sind keine Randalierer, wir sind Wähler»

Die Demonstranten riefen unter anderem: «Wir sind keine Randalierer, wir sind Wähler». Bis weit nach Mitternacht lieferten sich kleinere Gruppen rund um den Bastille-Platz ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Dabei wurden die Beamten nach eigenen Angaben mit Wurfgeschossen angegriffen.

Verletzte habe es unter den Sicherheitskräften aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit. Sarkozy hatte während der Jugendunruhen im Jahr 2005 heftige Proteste ausgelöst, als er gewalttätige Jugendliche als «Abschaum» bezeichnet hatte, die mit dem Hochdruckreiniger weggesäubert werden müssten.

Auch Ausschreitungen in Nantes

Auch in den westfranzösischen Städten Nantes und Rennes kam es am Abend im Anschluss an Anti-Sarkozy-Demonstrationen zu Ausschreitungen. In Nantes, wo rund 400 Personen gegen den künftigen Präsidenten auf die Strasse gegangen waren, wurden zehn Personen festgenommen.

Auch in Rennes waren der Polizei zufolge etwa 300 Demonstranten an Gewalttätigkeiten beteiligt. Weitere Festnahmen gab es auch in Lille im Norden Frankreichs und in Toulouse im Süden.

(fest/sda)

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