Wiederaufbau Irak: Gepanzerte Lastwagen aus der Schweiz
publiziert: Dienstag, 3. Jun 2003 / 14:23 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Jun 2003 / 15:02 Uhr

Genf/Basra – Zwei Monate nach Ende des Irak-Krieges töten und verstümmeln Streubomben-Blindgänger und Minen jeden Tag Duzende von Zivilpersonen. Am Mittwoch treffen zwei gepanzerte Lastwagen der Schweizerischen Stiftung für Minenräumung (FSD) in Basra ein, um den Hilfsorganisationen vor Ort bei der Minenräumung des Irak unter die Arme zu greifen.

Wiederaufbau und Sicherheit sind die dringlichsten Anliegen der irakischen Zivilbevölkerung. Dazu gehören auch Minenräumung und Zerstörung von nicht detonierter oder hinterlassener Munition wie beispielsweise Streumunition der alliierten Truppen.

Seite sechs Wochen unterstützt die Schweizerische Stiftung für Minenräumung FSD das UN-Welternährungsprogramm beim Wiederaufbau. Zum Aufgabenspektrum gehört die Beurteilung von Strassen auf ihre Sicherheit vor Minen und Blindgängern. Aufgefundene Munitionen und Minen werden neutralisiert und zerstört. Humanitäre Hilfslieferungen können so sicherer zur Bevölkerung gelangen.

Derzeit koordinieren fünfzehn internationale FSD-Experten von Basra, Erbil, Mosul, Kerbela und Bagdad aus diese Aufgaben. Zusätzlich sensibilisieren sie die lokalen wie internationalen Angestellten des WFP auf die Gefahren von Blindgängern und Minen (mine risk education).

Um die Effizienz der Operation noch zu erhöhen, hat die FSD vierzig irakische Kampfmittelbeseitigungsspezialisten angestellt. Sie werden in humanitärer Minenräumung ausgebildet und auf den Einsatz von schweren mechanischen Minenräumgeräten vorbereitet. Ziel ist, in ein paar Wochen 85 irakische Minenräum- und Kampfmittelbeseitigungsspezialisten für die Unterstützung des WFP einzusetzen.

Hohe Temperaturen

Die Temperaturen sind bereits höher als 45 Grad Celsius. Dies macht die Arbeit noch schwieriger und gefährlicher. Die lokalisierte Munition ist unstabil und wegen der Hitze brennend heiss, so dass sie nicht angefasst werden kann. Minenräum-Aktivitäten werden daher nur früh morgens und am Ende des Tages durchgeführt.

Eine weitere Schwierigkeit ist der Transport des technischen Materials für die FSD-Teams - vor allem für diejenigen im Norden des Landes. Aufgrund der schlechten Sicherheitssituation und der Präsenz von Minen und Blindgängern auf den Strassen kann derzeit kein technisches Material über Landweg transportiert werden.

Gepanzerte Lastwagen aus der Schweiz

Am Mittwoch wird eine Antonov 124 mit schwerem Minenräumgerät auf dem Flughafen in Basra landen. Der Transportflieger wird fünf gepanzerte Jeeps abliefern für den Transport der FSD-Angestellten und Minenräum-Schnellinterventionsteams.

Weiter werden zwei gepanzerte Lastwagen und Anhänger angeliefert. Die Lastwagen und Anhänger werden für den Transport von Minenräum-Equipment, gepanzerten Baggern (für die mechanische Minenräumung im urbanen Gelände) und nicht detonierter Munition eingesetzt.

(bsk (Quellen: FSD, news.ch))

 
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