Wiedervereinigung Zyperns scheitert
publiziert: Dienstag, 11. Mrz 2003 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Mrz 2003 / 08:06 Uhr

Den Haag - Der griechisch-zyprische Präsident Tassos Papadopoulos hat die Verhandlungen mit den türkischen Zyprern über eine Wiedervereinigung der Mittelmeerinsel für gescheitert erklärt.

Auch Annans Bemühungen im Hague scheiterten.
Auch Annans Bemühungen im Hague scheiterten.
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Es gibt kein Ergebnis, weil der Führer der türkischen Zyprer Rauf Denktasch das Angebot des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan nicht akzeptiert hat, sagte Papadopoulos nach Marathonverhandlungen unter UNO-Vermittlung am frühen Dienstagmorgen in Den Haag.

Annan hatte am Montag in Den Haag seinen vorerst letzten Vermittlungsversuch zwischen den Vertretern beider Volksgruppen gestartet. Sein Plan für die Wiedervereinigung der seit 29 Jahren geteilten Insel sah einen Bundesstaat Zypern mit zwei gleichberechtigten Gebietseinheiten nach Schweizer Modell vor.

Beide Völker sollten am 30. März in einem Referendum über die Vorschläge abstimmen. Annan hatte die Gespräche im Vorfeld als letzte Gelegenheit bezeichnet, Zypern noch vor dem EU-Beitritt des griechischen Teils der Insel wiederzuvereinen.

In einer überraschenden Kehrtwende hatte der Chef der türkischen Regierungspartei AKP, Recep Tayyip Erdogan, am Montag Annans Zypern-Plan abgelehnt. Erdogan wird voraussichtlich in dieser Woche neuer türkischer Ministerpräsident.

Die EU will das vereinte Zypern zum 1. Mai 2004 aufnehmen. Sollte bis April keine Entscheidung gefallen sein, wird allein die griechisch-zyprische Regierung am 16. April das Beitrittsabkommen mit der EU unterzeichnen.

Die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird allein von Ankara anerkannt. Zur Spaltung Zyperns kam es 1974, als die Türkei einmarschierte, um einen Anschluss an Griechenland zu verhindern.

Es werde nicht möglich sein, vor dem EU-Beitritt des griechischen Teils der Insel eine umfassende Einigung zu finden, erklärte UNO-Generalsekretär Kofi Annan. "Wir haben das Ende der Strasse erreicht", hiess es in einer Stellungnahme Annans, die der UNO-Zypern-Beauftragte Alvaro de Soto nach Marathonverhandlungen in Den Haag verlas. Bereits wenige Stunden zuvor hatte der griechisch-zyprische Präsident Tassos Papadopoulos die Verhandlungen mit den türkischen Zyprern für gescheitert erklärt.

Der türkische Volkgruppenführer Rauf Denktasch habe Annans Angebot nicht akzeptiert, sagte er. Der UNO-Generalsekretär hatte am Montag seinen vorerst letzten Vermittlungsversuch zwischen den Vertretern beider Volksgruppen gestartet.

Annans Plan für die Wiedervereinigung der seit 29 Jahren geteilten Insel sah einen Bundesstaat Zypern mit zwei gleichberechtigten Gebietseinheiten nach Schweizer Modell vor. Beide Völker sollten am 30. März in einem Referendum über die Vorschläge abstimmen.

Annan hatte die Gespräche im Vorfeld als letzte Gelegenheit bezeichnet, Zypern noch vor dem EU-Beitritt des griechischen Teils der Insel wiederzuvereinen. In einer überraschenden Kehrtwende hatte der Chef der türkischen Regierungspartei AKP, Recep Tayyip Erdogan, am Montag Annans Zypern-Plan abgelehnt. Erdogan wird voraussichtlich in dieser Woche neuer türkischer Ministerpräsident.

Die EU will das vereinte Zypern zum 1. Mai 2004 aufnehmen. Sollte bis April keine Entscheidung gefallen sein, wird allein die griechisch-zyprische Regierung am 16. April das Beitrittsabkommen mit der EU unterzeichnen.

(bsk/sda)

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