Wiegenlied in 300 Sprachen gesungen
publiziert: Mittwoch, 24. Dez 2008 / 08:55 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Dez 2008 / 16:14 Uhr

Bern - «Stille Nacht, Heilige Nacht», die Weihnachtshymne schlechthin, hat seit ihrer Entstehung 1818 in Österreich nicht an Bedeutung eingebüsst. Im Gegenteil - das Lied drückt wie kein anderes die berührende Magie an der Krippe aus.

Das Lied gilt als Inbegriff von Weihnachten.
Das Lied gilt als Inbegriff von Weihnachten.
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Stille Nacht
St. Thomas Boys Choir (Thomanerchor)
Chorale Version

Übersetzt in beinahe 300 Sprachen und Dialekte, verdankt das Lied seine Existenz einem Vorfall in Oberdorf, einem österreichischen Dorf bei Salzburg. Zwei Tage vor Weihnachten fiel dort die alte Orgel der Sankt Nikolaus Kirche aus.

Laut Überlieferung sollen Mäuse die Blasebalge der Orgel angeknabbert haben. Eine andere Version sieht die Ursache vielmehr im Rost, der die Blasrohre des Instruments zerfressen habe.

Um seine Mitternachtsmesse zu retten und die Einwohner nicht zu enttäuschen, übergab Priester Joseph Mohr eines seiner Gedichte dem Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber. Mohr bat Gruber, eine Gitarrenmelodie zu einem Text zu komponieren, dessen erste Worte «Stille Nacht, Heilige Nacht» lauteten.

Tiroler Weihnachten

So entstand das Stück am 24. Dezember 1818. Während einiger Jahre wurde das Wiegenlied nur in dieser österreichischen Gegend gespielt. Dann, 1825, gab ein Orgelbauer eine Kopie des Notentextes einer Tiroler Sängerfamilie weiter. Diese spielte das Lied bei ihren Konzerten.

Ein Verleger interessierte sich für die Hymne, nachdem er sie 1832 in Leipzig gehört hatte. Bei der Veröffentlichung präsentierte er das Lied als «ein veritables Tiroler Weihnachtslied». Anschliessend begann seine Karriere im Ausland. So wurde das Lied an Weihnachten 1839 zum ersten Mal in New York gespielt.

Spekulationen um Herkunft

Während «Stille Nacht» seinen Siegeszug um den Erdball weiterführte, gerieten die beiden Komponisten immer mehr in Vergessenheit. Als 1875 die Identität der beiden geklärt wurde, waren sie bereits tot. Die Echtheit des Manuskriptes von «Stille Nacht» sorgte für einige Spekulationen. Es wurde zum Beispiel behauptet, das Lied sei die Adaption einer bekannten Arie.

Heute ist das Lied immer noch der Inbegriff von Weihnachten. Ein grosser Teil der Menschheit kennt es. Doch nicht bei allen ruft die Wiegenmelodie Besinnlichkeit und Liebe hervor. So verletzte 1996 eine Holländerin ihren Mann mit dem Messer, weil sie es nicht mehr aushielt, dass der Mann ständig das Lied vor sich hin summte.

(von Philippe Triverio/sda)

 
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