10.000 Dollar für mathematisches Prognosemodell
Wikipedia veröffentlicht einen Wettbewerb für die Autoren
publiziert: Mittwoch, 6. Jul 2011 / 15:07 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Jul 2011 / 22:22 Uhr
Zückerchen für die Wikipedia-Autoren: Es gibt 10'000 Dollar zu gewinnen.
Zückerchen für die Wikipedia-Autoren: Es gibt 10'000 Dollar zu gewinnen.

San Francisco - Die Online-Enzyklopädie Wikipedia macht sich offenbar Sorgen um die eigene Autorenschaft. Nachdem man bereits vor kurzem mit der Einführung des sogenannten «Love»-Buttons die Kommunikation unter den freiwilligen Redakteuren der Seite stärken wollte, wurde nun ein eigener Wettbewerb ins Leben gerufen, der vor allem gerade scheidende Autoren zum Bleiben bewegen soll.

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Zu den Wettbewerbsinformationen
Der offizielle Blog des Wikipedia-Mutterunternehmens Wikimedia.
blog.wikimedia.org

«Dieser Wettbewerb fordert alle Data-Mining-Experten heraus, ein mathematisches Prognosemodell zu entwickeln, das die Anzahl der Editiervorgänge vorhersagen kann, die ein Autor in den nächsten fünf Monaten durchführen wird», heisst es auf der Webseite zur Wikipedia-Challenge, die von der australischen Data-Mining-Agentur Kaggle betreut wird. Ziel sei es, quantitativ zu erfassen, welche Faktoren das Autorenverhalten bestimmen. «Wir hoffen, mithilfe dieser Prognosemodelle verschiedene wichtige Fragen beantworten zu können, beispielsweise warum manche Autoren ihre Schreibtätigkeit stoppen oder beschleunigen», so die Erklärung.

Autorenflucht als bekanntes Problem

Für Wikipedia ist Autorenflucht kein neues Problem. Schon vor zwei Jahren liess das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Untersuchung des spanischen Marktforschungsinstitutes Felipe Ortega mit eindeutigen Zahlen aufhorchen. Demnach sollen alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 mehr als 49.000 Wikipedia-Schreiberlinge der englischsprachigen Ausgabe vom Internet-Nachschlagewerks abgesprungen sein.

«Wikipedia ist ein offenes Projekt, dem es darum geht, sicherzustellen, dass jeder einzelne Mensch einen Zugang zum gesammelten Wissen der Menschheit hat. Die Höhe der Autorenzahlen ist dabei eher nebensächlich», hiess es damals von Catrin Schoneville, Pressesprecherin von Wikimedia Deutschland, gegenüber pressetext. Zusätzlich müsse man die verschiedenen Wikipedia-Sprachausgaben grundsätzlich getrennt voneinander betrachten. «Innerhalb der deutschsprachigen Community ist der Enthusiasmus der Autoren nach wie vor ungetrübt», so Schoneville.

Kein Wettbewerb für deutsche Autoren

«Die Participation Challenge ist ausschliesslich eine Angelegenheit der englischsprachigen Wikipedia-Ausgabe», erfährt pressetext auf Nachfrage von Wikimedia Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt seien keinerlei ähnliche Aktionen für die deutsche Autorenschaft geplant. Die englischen Kollegen scheinen hingegen recht motiviert, sich der mathematischen Herausforderung zu stellen. Seit dem Start am 28. Juni haben sich bereits 55 Teilnehmer für den Wettbewerb angemeldet. Das Ende der Aktion ist für 20. September angekündigt.

(dyn/pte)

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