Online-Enzyklopädie kämpft mit Ungleichgewicht
Wikipedia von Männern beherrscht
publiziert: Montag, 31. Jan 2011 / 14:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 31. Jan 2011 / 15:00 Uhr
Die Wikipedia-Betreiber sind auf der Suche nach weiblichen Autoren.
Die Wikipedia-Betreiber sind auf der Suche nach weiblichen Autoren.

San Francisco - Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine stark von Männern beherrschte Domäne. Der deutliche Unterschied in der Geschlechterverteilung ist der Betreiberin Wikimedia Foundation jedoch ein Dorn im Auge.

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So ist nicht nur ein niedriger Leserinnen-Anteil auf dem Portal feststellbar. Wie die United Nations University und die Maastricht University gezeigt haben, ist die Unter-Repräsentanz von Frauen bei jenen Usern, die Beiträge für Wikipedia verfassen, sogar noch eklatanter. Die negative Folge: Die Geschichte wird in dem möglichst allumfassenden Nachschlagewerk trotz aller Offenheit nach wie vor von Männern geschrieben.

Nicht einmal 13 Prozent der Autoren der englischsprachigen Wikipedia-Website sind weiblich. «Auch bei der deutschen Version wird das Problem deutlich», erklärt Catrin Schoneville, Sprecherin von Wikimedia Deutschland, im Gespräch mit pressetext. Zwar können sich die Betreiber hierzulande noch nicht auf harte Fakten stützen. Dass die Schreiberinnen in der Unterzahl sind, ist jedoch offensichtlich. «Das Thema ist uns durchaus bewusst», sagt Schoneville. «Dadurch geht Vielfalt verloren.»

Mehr Beteiligung, mehr Vielfalt

«Durch eine breitere Autorenschaft würde Wikipedia mit weiteren Themenfeldern bereichert», meint Schoneville gegenüber pressetext. Während sich das Verhältnis zwischen Lesern und Leserinnen immerhin bei 70 zu 30 bewegt, ist die Geschichtsschreibung auf Wikipedia bislang jedoch fest in Männerhand. Ihre Überzahl führt sowohl in der deutschen als auch der englischen Enzyklopädie zu einem Überhang an Einträgen über Männer gegenüber Artikeln, die Frauen behandeln. Verschiedenen Untersuchungen zufolge kommt auf neun Männer-Beiträge auf den Wikipedia-Startseiten lediglich ein Frauen-Thema.

«Über die Gründe für das Ungleichgewicht kann nur spekuliert werden», so Schoneville. Vorerst ist auch nicht klar, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Sue Gardner, Executive Director der Wikimedia Foundation, hat dennoch das Ziel vorgegeben, den Anteil der Frauen unter den Autoren bis 2015 auf zumindest 25 Prozent heben zu wollen. So soll sichergestellt werden, dass die Enzyklopädie «so gut ist wie sie sein könnte», wird Gardner von der New York Times zitiert. Dafür ist allerdings auch ein höheres Mass an Beteiligung notwendig.

(dyn/sda)

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