Schlappe bei der Europawahl
Wilders ist enttäuscht über Wahlergebnis
publiziert: Freitag, 23. Mai 2014 / 07:32 Uhr
Geert Wilders gibt mit seiner Partei nicht auf. (Archivbild)
Geert Wilders gibt mit seiner Partei nicht auf. (Archivbild)

Den Haag - Die EU-feindliche Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders hat bei der Europawahl in den Niederlanden laut Prognosen eine Niederlage erlitten. Wilders sprach von einem «enttäuschenden» Ergebnis.

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Die niederländische Prognose beruht auf Befragungen von rund 40'000 Wählern nach der Stimmabgabe. Demnach kommt Wilders' Freiheitspartei PVV auf rund 12,2 Prozent der Stimmen und büsste knapp fünf Prozent der Stimmen im Vergleich zur Europawahl vor fünf Jahren ein. Sie läge damit nur auf Platz vier.

Wilders machte die niedrige Wahlbeteiligung von nur 37 Prozent für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Seine Partei werde jedoch «den Kampf in Brüssel fortsetzen» und nach weiteren Partnern für eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene suchen.

Keine Prognosen aus Grossbritannien

Auch im traditionell europakritischen Grossbritannien ist die Europawahl bereits entschieden. Die Briten, die 73 Parlamentarier nach Strassburg schicken, veröffentlichen jedoch keine Prognosen oder Hochrechnungen vor dem offiziellen Ende der Wahl am Sonntagabend.

Eine Umfrage unmittelbar vor der Wahl hatte die EU-Gegner der UKIP um ihren Parteichef Nigel Farage vorn gesehen, gefolgt von der Labour-Partei und den Konservativen. UKIP hatte im Wahlkampf vor allem mit den Themen Immigration und EU-Austritt um Stimmen geworben.

Rechtsrutsch erwartet

Insgesamt wird bei der Wahl zum Europaparlament in zahlreichen Staaten mit einem massiven Stimmenzuwachs rechtspopulistischer bis rechtsextremer Parteien gerechnet. Im vergangenen November hatten Wilders und der rechtsextreme Front National aus Frankreich eine Allianz geschmiedet und ein Bündnis mit anderen «patriotischen Gruppen» in der EU mit Blick auf die Europawahl angekündigt.

Mit der erstmaligen Aufstellung von EU-weiten Spitzenkandidaten versuchten die Parteienfamilien, das Interesse der Bürger diesmal besonders zu wecken. Dennoch wird befürchtet, dass die historisch niedrige Wahlbeteiligung von 43 Prozent im Jahr 2009 noch unterschritten wird.

(bg/sda)

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