Dauerausstellung vom 20. August bis 20. September
Willy Spiller «Zürich - Los Angeles»
publiziert: Donnerstag, 6. Aug 2015 / 14:24 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Aug 2015 / 14:58 Uhr

Zur Wiedereröffnung präsentiert die Photobastei am 20. August eine grosse Doppelausstellung des bekannten Zürcher Fotokünstlers und Fotojournalisten Willy Spiller. Die Schwarzweiss-Arbeit «Zürich - Bilder eines Fotojournalisten» ist in den 70er Jahren aus seiner Tätigkeit als Fotoreporter für die Zürcher Wochenzeitung «Züri Leu» entstanden, die Farbarbeit «Los Angeles» zwischen 1977-1983 während seiner Arbeit für die NZZ in New York.

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In Spillers Bildern zeigt sich ein unverblümter, lebensfrischer und packender Blick, ein Gemisch aus schamloser Neugier und schurkischer Komplizität, aber auch brüderlicher Kompassion. Es ist ein Humanist, der da schaut, nicht auf der Suche nach der idealen Welt, aber durchdrungen von der empathischen Neugier für das Grosse, das im Kleinen anklingt. Einmal Lokalreporter, immer Lokalreporter, ist man vielleicht versucht zu sagen - aber mit welcher Haltung!

Als wäre es gestern gewesen

Die Bilder Spillers aus den 70er und 80er Jahren bringen die Zeit im Auge des Betrachters Kraft ihrer eingeschlossenen Energie erneut in Fluss. Da ist jene Stadt, die uns nur zu bekannt scheint und doch schon so weit in der Vergangenheit liegt. Spillers Bilder lassen sie in z.T. schroffen Schwarzweiss-Bildern aufleben, als wäre es gerade eben gestern gewesen. Und da ist jene ferne Metropole, die damals noch so viel weiter weg war als heute und die für viele nur eine Wirklichkeit vom Hören Sagen war. Wie unterschiedlich sind doch, diese Weltstadt und das Dorf - und doch so nah, diese beiden Städte im Gewand der 70er und 80er Jahre. Beide Ausstellungen erzählen in unterschiedlichen Bildsprachen von jenen Themen, die damals die Welt bewegten, denselben, die es auch heute noch tun - wenn wir nur genau hinschauen.

Selbst zusammengestellt

Es sind diese Querbezüge zwischen den beiden Städten, der distanzierte Blick auf das Vergangene im Spiel mit unserer Gegenwartserfahrung, v.a. aber diese Haltung eines herausragenden Fotografen, die seine Fotografie und die Ausstellung zum getarnten, kunstvollen Alltagskino macht. Die Ausstellung spricht in Ihrem lockeren Ryhtmus, raschem Wechsel und ihren fragmentarischen Szenen die Sprache der Gegenwart. Sie ist vom Künstler selber zusammengestellt und kuratiert.

Biographie
Willy Spiller (*1947, Zürich) hat sich als Fotoreporter einen Namen gemacht. 1968 schliesst er die Fotofachklasse an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (ZHDK) ab. Anschliessend folgen ausgedehnte Aufenthalte in Mailand und sechs Jahre in New York.

Als Bildjournalist und freischaffender Fotograf arbeitet er seit 45 Jahren im Auftrag von weltweit führenden Zeitungen, Magazinen, Agenturen und für internationale Unternehmen. Mit eigenständiger künstlerischer Handschrift und präzisem Blick dokumentiert er schweizerische und internationale Persönlichkeiten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gleichermassen die Schweiz. Für seine Ausland- und Inlandreportagen wird er mehrfach ausgezeichnet.

Sein vielfältiges Wirken umfasst Kunstfotografie, Bildjournalismus, Unternehmensfotografie und experimentelle Filme. Gerade diese Verschmelzung der Genres ist die grosse Qualität seiner Arbeit, seiner Haltung als Bildermacher. Seine Neugier gilt der Veränderung, seien es gesellschaftliche Umbrüche oder solche der Ästhetik und er wagt es immer wieder auszubrechen aus der fotografischen Norm. Mit seiner Suche nach einer subjektiven Wahrheit - oft geht es dabei um Macht und Ohnmacht - verhilft Spiller der Dokumentarfotografie zu einem eigenen Stellenwert im aktuellen Kunstdiskurs. Während vieler Jahre reist Spiller durch die Welt, unterwegs mit Freunden aus Literatur und Kunst.

Gegenwärtig arbeitet Spiller an seinem Buchprojekt 'Sklavenburgen in Afrika'. Ein Buch über seine Zeit in New York erscheint nächstes Jahr bei Steidl.
Willy Spiller lebt in Zürich.

Photobastei 2.0
Die Photobastei ist ein Haus der Fotografie für Zürich. Sie bietet auf mehr als 1200 qm Ausstellungsfläche Platz für bis zu 30 gleichzeitig stattfindende Ausstellungen. Neben kuratierten Gross- und Dauerausstellungen bekannter Fotografen sorgen grössere und kleinere Ausstellungen von Fotografen, die sich in Eigenregie präsentieren, Agenturen, Museen oder Hochschulen für engagierte Auseinandersetzungen mit zeitgenössischer Fotografie.

Die Photobastei ist ein Projekt von Romano Zerbini und ist weder Museum noch Galerie, weder Offspace noch Auktionshaus, weder Establishment noch Avantgarde allein, sondern alles in einem; ein experimentelles, neues Ausstellungsformat.

(Julia Bosshardt/news.ch)

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