Für Assad ist das Blutvergiessen nicht zu Ende
«Wir haben noch nicht gewonnen»
publiziert: Mittwoch, 29. Aug 2012 / 10:06 Uhr
Präsident Baschar al-Assad spottete über die Flucht von Führungskräften.
Präsident Baschar al-Assad spottete über die Flucht von Führungskräften.

Damaskus - Fast anderthalb Jahre nach dem Beginn des Syrien-Konflikts rechnet Präsident Baschar al-Assad auch weiterhin mit langen Kämpfen. «Wir haben noch nicht gewonnen, das braucht noch Zeit», sagte er in einem Interview mit dem regierungstreuen Fernsehsender Al-Dunia.

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Die Regierungstruppen kämen aber voran, sagte er in dem Interview, das vor seiner Ausstrahlung am Mittwochabend in Auszügen veröffentlicht wurde.

Zugleich spottete Assad über die Flucht von ranghohen Militärangehörigen und Führungskräften in den vergangenen Monaten. «Patriotische und gute Menschen fliehen nicht», sagte er. Die Überläufer hätten aber letztlich zur «Selbstreinigung» des Staates beigetragen.

Assad lehnte die Einrichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge ab. Zum einen stehe dies gar nicht zur Debatte, zum anderen sei der Vorschlag des Westens und der Türkei ohnehin «unrealistisch», sagte der Staatschef, der den Mitte März 2011 begonnenen Aufstand blutig niederschlagen lässt.

In dem Konflikt zwischen Aufständischen und Regierungstruppen kamen nach Angaben von Aktivisten seither rund 25'000 Menschen ums Leben.

(bg/sda)

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