«Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz»
publiziert: Sonntag, 9. Okt 2005 / 16:01 Uhr

Die Schweiz dominierte im vorletzten Spiel der WM-Qualifikation Frankreich und holte gegen die «Grande Nation» mit dem 1:1 einen Punkt.

Die Schweizer sind über das Resultat enttäuscht.
Die Schweizer sind über das Resultat enttäuscht.
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Damit ist das Team von Köbi Kuhn seit nunmehr zwölf Partien unbezwungen und hat noch immer Chancen auf die direkte WM-Qualifikation. Gleichwohl überwog die Enttäuschung.

Als der norwegische Schiedsrichter Terje Hauge nach 95 beeindruckenden Minuten der Schweiz die Partie im Stade de Suisse abpfiff, liess die Mannschaft die 31 400 Zuschauer alleine. Mit ihrer Reaktion verunsicherten die Schweizer ihre Fans im Berner Wankdorf.

Die Spieler verliessen das jüngste Schweizer Fussballstadion gesenkten Hauptes; immerhin bedankten sich einige artig für die grossartige Unterstützung.

Franzosen zu Statisten degradiert

Die Reaktion der Schweizer, die das Publikum so ratlos zurückliess, ist bezeichnend für den Auftritt der SFV-Auswahl und vor allem für den Geist, der in diesem Team herrscht.

«Wir sind nicht für ein Remis auf den Platz gekommen», sagte Philipp Degen. Von der ersten Minute an seien sie marschiert, so hätten sie sich das vorgenommen.

Und weil sie insbesondere vor dem Seitenwechsel das höchst prominent besetzte Ensemble der «Bleus» dominiert und praktisch zu Statisten degradiert hatten, «können wir mit dem 1:1 nicht zufrieden sein».

Zubi ist enttäuscht

«Enttäuscht», so auch die Reaktion von Goalie Pascal Zuberbühler. «Wenn man das Spiel anschaut, dann müssen wir enttäuscht sein.» Der Balser Keeper rette in der Schlussphase mit einer fantastischen Parade den Punkt, nachdem er beim Gegentreffer, der aus dem Nichts gekommen war, zumindest unglücklich ausgesehen hatte.

«Ich glaubte den Ball zu haben, dann legte ihn Patrick Müller irgendwie an mir vorbei», erklärte «Zubi» die fragliche Szene. Er habe jedoch immer damit gerechnet, dass sie noch mindestens ein Tor erzielen würden.

Unisono hoben die Schweizer Akteure den Esprit ihrer Equipe hervor. «Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt», sagte der Schweizer Torschütze Ludovic Magnin. Es sei nicht leicht gewesen, nach dem 0:1 zu reagieren.

«Aber wir haben dem tollen Publikum doch ein gutes Spektakel geboten», hielt er fest und ergänzte: «Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz.»

Gute Ausgangslage

Mit komfortabler Ausgangslage reist das Nationalteam nun nach Irland. Mit einem Remis ist die Schweiz zumindest in der Barrage, ein Sieg reichte wohl gar zur direkten Qualifikation für die WM.

«Das wird ein richter Final», freut sich Zuberbühler, und seine Teamkollegen verkünden auch für den Auftritt an der Lansdowne Road die offensive Marschrichtung.

«Wir müssen in Dublin gewinnen, um nicht auf die anderen Resultate schauen zu müssen», sagte Magnin und liess damit keine Zweifel offen, nicht den Umweg über die Barrage an die WM als Option zu sehen.

Auf Sieg spielen

Auch Philipp Degen, der Rechtsverteidiger mit permanentem Offensivdrang, äusserte sich mit Blick auf die Partie am Mittwoch sehr optimistisch.

«Auch wenn wir auswärts antreten, müssen wir von Beginn an auf Sieg spielen», fordert der 22-Jährige.

Dass der Kampf gegen Frankreich zu viel Substanz kostete, schliesst der «Dortmunder» aus. «Für so ein Spiel werden alle frisch sein», versichert Degen.

(Sascha Rhyner/Si)

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