Anhörung in Neuseeland
Wird Kim Dotcom an die USA ausgeliefert?
publiziert: Montag, 21. Sep 2015 / 06:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Sep 2015 / 13:40 Uhr
Bei einer Verurteilung in den USA drohen Kim Dotcom bis zu 20 Jahren Haft. (Archivbild)
Bei einer Verurteilung in den USA drohen Kim Dotcom bis zu 20 Jahren Haft. (Archivbild)

Auckland - Das US-Auslieferungsverfahren gegen den deutschen Internetunternehmer Kim Dotcom in Neuseeland ist auf Donnerstag vertagt worden. Die Verteidigung am Gericht in Auckland beantragte Aufschub oder komplette Aufhebung des am Montag aufgenommenen Verfahrens.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der Richter unterbrach zunächst die Sitzung und entschied dann, dass die Verhandlung am Donnerstag fortgesetzt wird.

Bereits seit drei Jahren beschäftigt sich die Justiz mit der Frage, ob der 41-jährige Dotcom - geboren als Kim Schmitz - und seine Kollegen Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato wegen Urheberrechtsverletzungen an die USA ausgeliefert werden sollen.

Die US-Behörden werfen Dotcom als Gründer der Tauschplattform Megaupload massive Verletzungen von Urheberrechten mit einem Schaden von einer halben Milliarde Dollar vor. Dotcom bestreitet die Vorwürfe.

Bei seinem Auftritt im Gerichtssaal hatte der schillerende Internetunternehmer einen eigenen Ledersessel mitgebracht, den er nach eigenen Angaben wegen Rückenproblemen benötigt. Zuvor war er mit einem grossen schwarzen Geländewagen mit dem personalisierten Kennzeichen KIM.COM vorgefahren.

"Innovator oder Raubkopierer?"

Im Vorfeld der Verhandlung hatte sich Dotcom kritisch auf Twitter über das Auslieferungsverfahren geäussert: "Ich bin heute vor Gericht. Die Frage ist: (bin ich ein) Innovator oder ein Raubkopierer?" Die Antwort werde zeigen, ob im Internet Freiheit oder Zensur herrsche, postete er vor dem Termin.

Nach einer Razzia im Jahr 2012 bei dem Unternehmer hatten die US-Justizbehörden die Auslieferung beantragt. Seitdem wehrt sich Dotcom dagegen, der als Kim Schmitz in Kiel geborenen wurde und als Erwachsener seinen Namen offiziell ändern liess.

Der Termin zur Prüfung des Auslieferungsantrags der USA wurde immer wieder verschoben. Dem 41-Jährigen und seinen Kollegen drohen bei einer Verurteilung durch die US-Justiz dort lange Haftstrafen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wellington - Ein Richter in Neuseeland hat die Auslieferung des umstrittenen ... mehr lesen
Das Gericht in Auckland gab seinen Entscheid am Mittwoch bekannt.
Wellington - Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom muss wie geplant am 21. September in Neuseeland vor Gericht erscheinen. Das Berufungsgericht in Wellington lehnte laut einer am Montag veröffentlichten Erklärung einen Antrag des 41-Jährigen ab. mehr lesen 
Kim Dotcom war Anfang 2012 auf US-Antrag in Neuseeland festgenommen worden.
Wellington - Ein Luxusanwesen mit ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Transparenz und Einblick in die Besitzverhältnisse dank ReverseWhois-Abfragen auf reversewhois.ch
Transparenz und Einblick in die Besitzverhältnisse dank ...
reversewhois.ch - Neuer Service zum Herausfinden von Domaineigentümern  St. Gallen - Im September lanciert domains.ch, ein Angebot der VADIAN.NET AG, den neuen Service reversewhois.ch um Webmastern, Journalisten, Konkursämtern und interessierten Mitbürgern eine einfachere Möglichkeit zu geben Domains im Besitz einer bestimmten Organisation oder Person zu eruieren. mehr lesen 
Für den Industrieverband ist klar, dass die Politik gefordert ist, damit auch Video-Streamingdienste angemessen für Musik bezahlen.
Britische Musikindustrie  Dem Branchenverband BPI zufolge war 2015 eigentlich ein tolles Jahr für britische Musiker - unter anderem dank hoher Einnahmen aus ... mehr lesen  
Neuer Rivale von «YouTube Red»  Das US-Medienunternehmen Fullscreen ist unzufrieden mit der finanziellen Ausbeute seiner werbefinanzierten Kanäle auf Gratis-Plattformen wie YouTube, Instagram und Snapchat und startet deshalb ein eigenes Abo-basiertes Videoportal, das vor allem im Premium-Segment auf Kundenfang gehen soll. mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 15°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Basel 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
St. Gallen 16°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Bern 14°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Luzern 16°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Genf 16°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Lugano 17°C 26°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft starke Schauer
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten