Wirtschafts-Nobelpreis an Phelps
publiziert: Montag, 9. Okt 2006 / 13:27 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Okt 2006 / 16:53 Uhr

Stpckholm - Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an den US-Ökonomen Edmund S. Phelps.

Edmund S. Phelps unterrichtet an der Columbia University.
Edmund S. Phelps unterrichtet an der Columbia University.
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Der 73-jährige Professor an der Columbia-Universität wird für seine Analyse von makroökonomischen Zusammenhängen geehrt.

Phelps galt seit vielen Jahren als aussichtsreicher Anwärter. Seine Forschung befasste sich mit den Folgen von Massnahmen gegen Inflation und Arbeitslosigkeit auf künftige Generationen.

Sein Werk habe beigetragen, «Zusammenhänge zwischen kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen» der Wirtschaftspolitik zu erhellen, teilte das Nobel-Komitee in Stockholm mit.

US-Wissenschaftler räumen ab

Alle wissenschaftlichen Nobelpreise dieses Jahres sind in die USA gegangen. Insgesamt sechs männliche Forscher aus den Vereinigten Staaten sind mit den weltweit begehrtesten Auszeichnungen für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaft ausgezeichnet worden.

Die Preise sind mit jeweils 10 Millionen Kronen (1,71 Mio. Franken) dotiert und werden traditionsgemäss am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), von Schwedens König Carl XVI. Gustaf in Stockholm überreicht.

Impulse für Forscher und Wirtschaftspolitik

Phelps hatte Ende der sechziger Jahre neue Modelle über die Beziehungen zwischen Inflation und Entwicklung der Arbeitslosigkeit vorgelegt. Sie gelten als wichtige Weiterentwicklung der Theorien von John Maynard Keynes (1883-1946).

Die Arbeit Phelps habe entscheidende Impulse sowohl für andere Forscher wie für die Wirtschaftspolitik gegeben, hiess es zur Begründung der Stockholmer Wissenschaftsakademie.

Bei dem generell stark umstrittenen Wirtschaftspreis konnten die USA ihre beispiellose Vormachtstellung weiter ausbauen. Von den 58 durchweg männlichen Preisträgern seit der ersten Vergabe 1969 haben 44 in den Vereinigten Staaten wissenschaftlich gearbeitet.

(bert/sda)

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