Wirtschaftsnobelpreis bleibt Männer-Domäne
publiziert: Montag, 15. Okt 2007 / 14:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Okt 2007 / 17:09 Uhr

Stockholm - Der Nobelpreis für Wirtschaft 2007 geht an Leonid Hurwicz, Eric Maskin und Roger Myerson. Die Schwedische Reichsbank zeichnet die US-Forscher für ihre Theorie der Allokationsmechanismen aus.

Für Allokationstheorie ausgezeichnet: Leonid Hurwicz.
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Diese Theorie helfe bei der Untscheidung, wann Märkte gut und wann sie schlecht funktionierten, teilte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie in Stockholm mit.

Der Wirtschaftsnobelpreis ist mit umgerechnet 1,8 Mio. Franken (10 Mio. Kronen) dotiert. Er wird am 10. Dezember gemeinsam mit den übrigen fünf Nobelpreisen überreicht.

Der Wirtschaftsnobelpreis wird erst seit 1969 verliehen. Er ist umstritten, weil er nicht - wie die anderen Nobelpreise - auf das Testament des Erfinders Alfred Nobel zurückgeht, sondern erst nachträglich von Schwedens Reichsbank gestiftet worden ist.

Zwei Drittel US-Preisträger

Die Auszeichnung für Ökonomen, die offiziell Preis zum Gedenken an Alfred Nobel heisst, wurde bislang ausschliesslich Männern überreicht. Von bisherigen 61 Preisträgern kamen über zwei Drittel aus der US-Forschung.

Als wichtigster Träger des Wirtschaftsnobelpreises gilt der US-Amerikaner Milton Friedman. Er wurde vor 30 Jahren für seine Theorien über den Zusammenhang der Geldversorgung der Wirtschaft mit der Preisentwicklung ausgezeichnet.

«Mechanism Design Theory»

Die drei US-Bürger Hurwicz, Maskin und Myerson werden für ihre Beiträge zur so genannten «Mechanism Design Theory» (Mechanismus-Design-Theorie) ausgezeichnet. Die Arbeiten sind Teil der Vertragstheorie und haben das Verständnis von gut funktionierenden Märkten verbessert.

Der 1917, zwei Monate vor der Oktober-Revolution in Moskau geborene Hurwicz gilt als Begründer der Theorie, die Strategien beim Abschluss von Verträgen erforscht. Der 56-jährige Maskin und der gleichaltrige Myerson hätten sie wesentlich weiterentwickelt, hiess es in der Begründung des Stockholmer Komitees.

(ht/sda)

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