Wirtschaftsverbände gegen Rentenaltersenkung formiert
publiziert: Dienstag, 9. Sep 2008 / 10:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Sep 2008 / 15:40 Uhr

Bern - Für die Wirtschaftsverbände geht die AHV-Initiative der Gewerkschaften in die falsche Richtung. Sie befürchten AHV-Zusatzkosten von 1,5 Mrd. Franken, einen Verlust von 150'000 Arbeitskräften und eine faktische Senkung des Rentenalters auf 62.

Für Edi Engelberger, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, ist die Rentenkürzung ab 62 Jahren faktisch eine Senkung des Rentenalters.
Für Edi Engelberger, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, ist die Rentenkürzung ab 62 Jahren faktisch eine Senkung des Rentenalters.
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Wenn sich Personen mit einem Einkommen unter 120'000 Franken ab 62 Jahren ohne Rentenkürzung pensionieren lassen könnten, komme dies einer Senkung des Rentenalters gleich, hielten drei Verbände am Dienstag vor den Medien in Bern fest. Eine deutliche Mehrheit verdiene unter 120'000 Franken und werde deshalb in Pension gehen.

Mit dem Komitee «Wirtschaft gegen Rentenalter 62» bekämpfen der Gewerbeverband, der Arbeitgeberverband und das Westschweizer Centre Patronal die Gewerkschaftsinitiative «für ein flexibles Rentenalter». Am 30. November wird darüber abgestimmt.

«Flexibilisierung» ist Etikettenschwindel

Die Initiative sei ein Etikettenschwindel, stellte Gewerbeverbandspräsident Edi Engelberger gemäss Redetext fest. Sie verwende den Begriff Flexibilisierung, weil dieser beim Volk mehr Akzeptanz finde als Rentenaltersenkung. Vier Mal habe sich das Volk gegen eine Senkung des AHV-Alters ausgesprochen, letztmals 2000.

Bei den Kosten widersprechen die Arbeitgeber ebenfalls. Anstatt wie von den Initianten angegeben rund 800 Mio. Franken, kommen nach ihren Berechnungen Mehrkosten von bis zu 1,5 Mrd. Franken auf die AHV zu.

Von Gewerkschaftsseite ertönte geharnischte Kritik an den Arbeitgebern. Diese zögen mit Schlagworten und realitätsfremden Argumenten in den Abstimmungskampf, schrieb die Dachorganisation travail.suisse.

Die Arbeitgeber weigerten sich, ältere Personen zu beschäftigen, hielten der Gewerkschaftsbund SGB und Unia fest. Auch der Verband KV Schweiz kritisiert die mangelnden Arbeitsmöglichkeiten für Ältere.

(tri/sda)

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