Verworrene Hintergründe
Woher kannte Müller-Kritiker Bollag dessen Chat-Beziehung?
publiziert: Donnerstag, 21. Aug 2014 / 17:31 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Aug 2014 / 18:53 Uhr
Geri Müllers Anwalt hatte eine Strafanzeige gegen die Chat-Bekanntschaft eingereicht.
Geri Müllers Anwalt hatte eine Strafanzeige gegen die Chat-Bekanntschaft eingereicht.

Baden/Aarau - In der Affäre um den Badener Stadtammann und Grünen-Nationalrat Geri Müller sind weitere Details bekannt geworden. Josef Bollag, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, stand in Kontakt mit Müllers Chat-Bekanntschaft. Bollag hatte Müller wiederholt wegen dessen Haltung zu Israel kritisiert.

11 Meldungen im Zusammenhang
Der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister sagte im einem Interview auf Blick online, er habe die Frau über die Vermittlung von Josef Bollag am 22. Mai in Bern zu einem Gespräch getroffen. Er sei gebeten worden, die Frau zu treffen, da sie eine Stelle als Lehrerin suche.

«Herr Bollag hat kurz erwähnt, dass die Frau offenbar in einem besonderen Verhältnis zu Geri Müller steht - und er hat auch das Thema Sexting erwähnt», sagte Pfister im Interview weiter. Beim Treffen habe die Frau ihre Beziehung zu Müller dargestellt.

Er habe den Eindruck erhalten, dass die Stellensuche nur ein Vorwand für das Meeting gewesen sei. Pfister riet der Frau nach eigenen Angaben, sich einen Rechtsbeistand zu nehmen. Er habe noch zwei Mal von der Frau eine SMS-Mitteilung erhalten.

«Müller fraternisiert mit Terroristen und Antisemiten»

Im Wahlkampf um das Amt des Stadtammanns in Baden im Januar 2013 hatte Bollag dem damaligen Kandidaten Geri Müller dessen Haltung zur Hamas und eine antisemitische Position vorgeworfen.

In einem Leserbrief in der «Aargauer Zeitung» kritisierte Bollag, dass Müller «mit Terroristen und Antisemiten fraternisiert, für sie Hilfestellung leistet und sich sogar öffentlich für deren Ziele einsetzt». Müller hatte nach seiner Wahl von einer «Schlammschlacht» gesprochen.

Erste Einvernahmen

Am Donnerstag fanden bei der Staatsanwaltschaft Bern-Seeland erste Einvernahmen statt. Die Behörde machte allerdings keine Angaben über den Stand ihrer Ermittlungen in der Affäre Müller. «Wir werden am Schluss des Verfahrens mitteilen, was das Verfahren ergeben hat», sagte Sprecher Christof Scheurer auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Geri Müllers Anwalt hatte am 14. August bei der Staatsanwaltschaft Bern-Seeland eine Strafanzeige gegen die Chat-Bekanntschaft des Badener Stadtammanns und Grünen-Nationalrats wegen Nötigung eingereicht. Die Berner Justiz hatte den Eingang der Anzeige bestätigt, ebenso eine Hausdurchsuchung. Die Frau ist im Berner Jura wohnhaft.

(bert/sda)

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Spass beiseite:
Wer sich angesichts verwirrender Meldungen die banale Frage stellt – wem nützt’s (nebst dem publizierenden Blatt) sonst noch? – und erst recht wer die Schlammschlacht um die Wahl Geri Müllers zum Stadtamann mitverfolgt hat – musste doch gleich ein politisches Manöver vermuten. Auffällig war deshalb das einmütige Zuwarten der Medien, bis die BaZ sich nach 3 Tagen selber aus dem Loch wagte, indem sie den Blick auf die versteckte Agenda freigab. Bei ihrer Kundschaft echote es dann z.B. so: Peter Schmid 07:43 „Geri, da steht ganz nahe, das Gott Dich gestürzt hat, Du hast Ihn heraus gefordert. (…) Es gibt kein Verharren in Deinen Aemtern, Deine Kraft reich niemals aus, der Mächtige in Israel hast Du beleidigt, nicht nur Ihn, sondern uns Alle." Gleicher Dreck wurde doch schon im Wahlkampf geschmissen. Im SRF-Club war die Luft doch zum Schneiden dick, und keine/r sagt ein Wort. Es war gespenstisch. Patrik Müller war es nach eigenem Bekunden immerhin schon „gschmuech“. Nur täuschte er die Zuschauer über den Grund seines Unwohlseins. Und nun kriechen sie alle aus den Löchern und kochen ihre übelriechenden Süppchen, az, 20min, Blick, ,,,. so wie man's kennt.
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