Wohnrevue: «Imm Cologne» die Möbelmesse in Köln
publiziert: Dienstag, 2. Mrz 2010 / 09:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Mrz 2010 / 10:08 Uhr

Im letzten Jahr lautete die Überschrift bei unserem Rückblick auf die Internationale Möbelmesse in Köln noch: «Halbe Kraft voraus». Die angespannte Wirtschaftslage machte der Möbelbranche besonders 2009 sehr zu schaffen. Dieses Jahr war die Stimmung wieder merklich besser und es geht spürbar bergauf – wenn auch in kleinen Schritten.

5 Meldungen im Zusammenhang
Wunder konnte man von der diesjährigen Internationalen Möbelmesse in Köln, die vom 19. bis zum 24. Januar stattfand, nicht erwarten. Die Branche hat noch gewaltig an der wirtschaftlichen Lage zu knabbern. Doch die gute Nachricht: Es scheint bergauf zu gehen. Obgleich die Aussage von Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Möbelindustrie (VDM), beim Schlussbericht der Koelnmesse doch fast ein bisschen zu überschwänglich klang: «Dies war seit Jahren die mit Abstand erfolgreichste Möbelmesse. Mitten in der Krise haben die Fachbesucher und die Endkunden eindrucksvoll bestätigt, dass die imm cologne zu alter Stärke zurückgefunden hat.» Auch das Fazit des Geschäftsführers von Interlübke und Cor, Leo Lübke, fiel positiv aus: «Die diesjährige imm cologne hat Optimismus verströmt. Die Stimmung bei den Kunden war gelöst und heiter.»

Hingucker und Highlights

Nun gut, ein bisschen Optimismus kann ja nicht schaden. Insgesamt beteiligten sich übrigens 1053 Unternehmen aus 51 Ländern, die sich rund 100 000 Besuchern präsentierten, was sich nur unwesentlich von den Zahlen des letzten Jahres unterscheidet. Aber damit genug der trockenen Fakten. Denn schliesslich macht eine gute Messe vor allem eines aus: die Qualität der ausgestellten Produkte. Es wäre wohl vermessen, zu behaupten, dass alle Möbel nur so strotzten vor Innovation und Ideenreichtum, aber es gab doch einige Hingucker und Highlights, die uns bei unserem Messerundgang ins Auge fielen.

Multifunktionale Sofa «Plura» von Rolf Benz

Da war beispielsweise der Tisch «Ventura» von Girsberger, dessen Tischplatte sich von einer «Sonntags»-Seite in Holz auf eine Arbeitsseite in unempfindlicherem Kunstharz oder Linoleum umschwenken liess – mit nur wenigen Handgriffen. Oder das neue und multifunktionale Sofa «Plura» von Rolf Benz, mit dessen verschieden einstellbaren Sitzpositionen der Designer Norbert Beck überzeugen konnte. Aber nicht nur schöne Produkte waren zu sehen, auch der eine oder andere Messestand hat uns ausgesprochen gut gefallen. So zum Beispiel die Präsentation von Schönbuch.

Wie immer war aber nicht nur die Messe selbst Dreh- und Angelpunkt für die Designszene, sondern auch diverse andere (Neben)schauplätze wie beispielsweise die Design Post, dem ganzjährigen Showroom bekannter Firmen wie Kvadrat und Raumplus.

In den Spichern Höfen überzeugte besonders die wunderschöne Inszenierung des französischen Architekten und Designers Patrick Nadeau, der den Flagship Store von Boffi verzauberte. Dazu installierte er an der Decke halbrunde Gerüste, über die er südamerikanische Flechten hängte, und schuf damit eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Designers Fair im RheinTriadem hingegen war wie immer Plattform für junge Kreative, die sich in lässiger Umgebung mit ihren eher unkonventionellen Ideen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnten.

Eine durchaus zufriedenstellende Veranstaltung

Summa summarum hat es sich also wieder gelohnt, Köln einen Besuch abzustatten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Messe immer auch den persönlichen Austauch mit Firmen, Designern und Kollegen ermöglicht. So bot sich uns beispielsweise die Chance, ein Interview mit dem Designer Philippe Bestenheider zu führen, der de Sede einen ganz speziellen Entwurf bescherte. Unser Fazit der Messe also: Eine durchaus zufriedenstellende Veranstaltung. Doch wie heisst es so schön? Nach oben ist immer Luft! Insofern sind wir schon auf 2011 gespannt. Dann wird auch parallel zur imm cologne erstmals die internationale Küchenmesse LivingKitchen stattfinden.

Redaktion und Text: Susanne Lieber, Redaktion und Interview: Nina Huber

(zel/Wohnrevue)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Einen spannungsvollen Brückenschlag wagt die aus einer deutsch-dänischen Familie ... mehr lesen
Gesa Hansen
Zu «Cubit» gehören 21 unterschiedliche Module, die sich mit einem patentierten Steck- und Klammersystem montieren lassen. Somit kann sich «Cubit» locker vom Beistelltisch oder Sideboard zum raumhohen Bücherregal wandeln, und die Elemente können auch um eine Ecke herum geschichtet werden.
Wohnrevue Systemmöbel passen wie keine zweite Gattung in unsere Zeit des schnellen Wandels. Ihre Attribute: flexibel, individuell, ... mehr lesen
Wohnrevue Zwei Jungdesigner, Panos Vasiliou und Oscar Tange, kehren zu ihren Wurzeln ... mehr lesen
«Fur» ist inspiriert von der japanischen Papierfaltkunst Origami. Das Untergestell des Beistelltisches ist aus einem Stück Edelstahl gefertigt, während die Tischplatte aus Granit oder Marmor besteht.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Resonating Spaces
Resonating Spaces
Publinews Fondation Beyeler: 6.10.2019 ? 26.1.2020  Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz, Rachel Whiteread - Die Herbstausstellung der Fondation Beyeler ist fünf zeitgenössischen Künstlerinnen gewidmet: Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread. Zum ersten Mal stellen die international renommierten Künstlerinnen gemeinsam aus. Anders als bei einer umfassenden Gruppenschau liegt der Fokus auf exemplarischen Werken, die in sehr unterschiedlicher Form eine eigene Qualität von Räumlichkeit entfalten ? als Skulptur, Zeichnung oder Soundinstallation. Die Werke evozieren Räume, die zwischen dem Erkennbaren und dem Flüchtigen oszillieren. Sie schaffen Orte und Ruhepausen, in denen die Fähigkeit des Erinnerns ausgelöst und Bilder lebendig werden. mehr lesen  
Publinews Ein Kunsterlebnis zwischen Tradition und Moderne im Herzen von Chur. mehr lesen  
Landschaftsbild aus dem Engadin  Bern - Das Gemälde «Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler hat für 2,17 Millionen Franken ... mehr lesen  
«Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler.(Ausschnitt)
Mandiberg hat insgesamt 1'926'300 Artikel erfasst.
3406 digitale Bänden  Berlin - 37 Millionen Artikel umfasst die Online-Enzyklopädie Wikipedia aktuell in 300 Sprachen - eine kaum vorstellbare Grössenordnung. Der New Yorker Künstler Michael ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 12°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
St. Gallen 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern 11°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 12°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 13°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Lugano 14°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten