Wohnungsnot in der Schweiz verschärft sich weiter
publiziert: Montag, 14. Sep 2009 / 10:07 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Sep 2009 / 11:45 Uhr

Neuenburg - Wohnungen werden in der Schweiz immer knapper: Am 1. Juni standen landesweit 34'760 Wohnungen leer, das sind 2360 weniger als als ein Jahr davor. Der Bestand leerer Wohnungen und Einfamilienhäuser hat sich von 0,97 auf 0,90 Prozent reduziert.

Der Trend geht in Richtung Wohnungsknappheit.
Der Trend geht in Richtung Wohnungsknappheit.
6 Meldungen im Zusammenhang
Von den Grossregionen habe sich einzig in Zürich und im Tessin die Lage geringfügig entspannt, meldete das Bundesamt für Statistik (BFS).

Im bevölkerungsreichsten Kanton erhöhte sich die Leerwohnungsziffer innert Jahresfrist von 0,61 auf 0,66 Prozent, in der Südschweiz ging die Quote von 0,76 auf 0,79 Prozent hoch.

Am wenigsten leere Wohnungen hat der Kanton Genf. Am meisten leere Wohnungen sind hingegen in Kanton Glarus und Jura verfügbar.

In 18 Kantonen gingen laut BFS die Leerstände zurück, in acht Kantonen nahmen sie zu. Der grösste Leerstandsrückgang von 1,59 auf 1,14 Prozent weist Appenzell Ausserrhoden auf.

Die Ostschweiz, das Mittelland, sowie die Nordwestschweiz plagt die Wohnungsnot generell weniger stark als andere Landesteile. Aber auch dort gingen die Leerstände deutlich zurück.

Die Zentralschweiz mit einem Leerwohnungsbestand von 0,64 Prozent (0,74 Prozent) und die Genferseeregion mit 0,55 Prozent (0,64 Prozent) haben indessen ähnlich tiefe Leerstandziffern wie der für die Wohnungsknappheit berüchtigte Ballungsraum Zürich.

Politischer Passivität

Die gegenwärtige Entwicklung sei eine Folge politischer Passivität, schreibt der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband in einer Reaktion auf die jüngsten BFS-Daten. Es fehle an bezahlbaren Mietwohnungen namentlich in Städten und Agglomerationen, und die Wohnungsknappheit treibe die Mieten in die Höhe.

Der Mieterverband kritisiert, dass man sich bisher zu sehr auf Marktkräfte verlassen habe. Es seien nun verstärkt Massnahmen zur Wohnbauförderung und für bessere Rahmenbedingungen zugunsten des Baus und Erhalts von günstigen Wohnungen notwendig, um dem Engpass entgegenzuwirken

(sl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Im Kanton Genf können Büros künftig einfacher in Wohnungen ... mehr lesen
Die Genfer Immobilienkammer schätzt, dass durch die Gesetzesänderung in den nächsten Monaten bis zu 1500 neue Wohnungen geschaffen werden können.
In 19 Kantonen erhöhte sich die Zahl der leeren Wohnungen. (Symbolbild)
Neuenburg - Zum ersten Mal seit 2007 liegt die Leerwohnungsziffer in der Schweiz wieder über einem Prozent. Am Stichtag 1. Juni standen 45'748 oder 1,08 Prozent aller Wohnungen leer. ... mehr lesen
Besonders gesucht sind grosse und neue Wohnungen. (Symbolbild)
Adliswil ZH - Wohnen zur Miete ist ... mehr lesen
Grenchen - Das zum grössten Teil ... mehr lesen
Die Wirtschaftskrise wird vermutlich zu einer Abschwächung der Wohnungsnachfrage führen. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Mietwohnungen sind knapp, wer was findet hat Glück, Geld oder Beziehungen. Am besten alles zusammen.
Neuenburg - Die Wohnungssuche ist wieder schwieriger geworden: Zum ersten Mal seit drei Jahren lag am Stichtag die Leerwohnungsziffer unter einem Prozent. Vor allem Mietwohnungen sind knapp. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck ... mehr lesen  
Trotz Anwesenheit des Sicherheitspersonals verlaufe der Aufenthalt der Fahrenden aber nicht konfliktfrei, schreibt der Kanton. (Symbolbild)
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit ... mehr lesen
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 10°C 17°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 11°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 9°C 14°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 9°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 10°C 16°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 10°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten