Wolf im Goms zum Abschuss frei gegeben
publiziert: Freitag, 25. Aug 2006 / 20:12 Uhr

Sitten - Keine Gnade mehr für den Wolf im Goms: Weil er zuviele Schafe gerissen hat, ist er von der Walliser Kommission für das Wolfs-Management zum Abschuss frei gegeben worden.

Keine Zeit mehr zum ausruhen - er wurde zum Abschuss frei gegeben.
Keine Zeit mehr zum ausruhen - er wurde zum Abschuss frei gegeben.
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Laut dem Wolfskonzept Schweiz vom Juli 2004 seien die Kriterien für eine Abschussbewilligung erfüllt. So lautete am Freitag der Entscheid des kantonalen Jagdverwalters Peter Scheibler und des eidgenössischen Jagdinspektors Reinhard Schnidrig.

Die offizielle Abschussbewilligung muss noch vom Staatsrat erteilt werden. Diese wird für Anfang nächster Woche erwartet. Erst dann werden die Wildhüter die Jagd eröffnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich auch private Jäger daran beteiligen dürfen.

Laut dem Konzept ist das Mass voll, wenn innerhalb von vier Monaten 35 Nutztiere oder innerhalb eines Monats 25 Nutztiere gerissen werden. Der zum Abschuss frei gegebene Wolf habe seit Anfang Juli bis 24. August 33 Schafe auf dem Gewissen. Gemäss der Kommission steht zudem fest, dass mindestens 26 Tiere innert eines Monats gerissen worden sind.

Ursprünglich aus Italien

Der Gommer Wolf stammt urspünglich aus Italien. Er wurde das erste Mal am 12. April beobachtet, als er oberhalb von Gluringen einen Fasan verzehrte.

Wie einer Statistik des Raubtier-Forschungsprojekts Kora zu entnehmen ist, handelt es sich beim Gommer Tier um den 14. seit 1995 in der Schweiz nachgewiesenen Wolf. Die meisten der Tiere waren ins Wallis eingewandert und stammten aus italienisch-französischen Populationen.

(smw/sda)

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