Wolfensohn wird zurückgepfiffen
publiziert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 07:15 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 08:08 Uhr

Washington - Der ehemalige Weltbankpräsident James Wolfensohn arbeitet nicht mehr als Sondergesandter des so genannten Nahostquartetts für die palästinensischen Gebiete.

James D. Wolfensohn sieht seine Arbeit nicht mehr fortführbar.
James D. Wolfensohn sieht seine Arbeit nicht mehr fortführbar.
Grund ist die dortige Machtübernahme der Hamas.

Seine Position sei durch die Regierungsübernahme durch Hamas unhaltbar geworden, sagte

Wolfensohn am Montag bei einer Pressekonferenz mit US- Aussenministerin Condoleezza Rice in Washington.

Er hatte das Mandat im vergangenen Sommer übernommen. Es galt eigentlich bis April, wäre unter anderen Umständen aber voraussichtlich verlängert worden.

Wirtschaftsförderung

Wolfensohn sollte als Abgesandter des Quartetts aus den USA, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Russlands unter anderem bei der Wirtschaftsansiedlung in den palästinensischen Gebieten helfen.

«Es ist schwierig, Abmachungen über die Zukunft des Gazastreifens und des Westjordanlands zu treffen, während Hamas die Zerstörung von Israel propagiert», sagte Wolfensohn. Die USA und die EU haben nach dem Wahlsieg von Hamas im Januar die Finanzhilfen für die palästinensische Behörde eingestellt.

(fest/sda)

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