Würdiger Abschluss der Aera Paul Accola
publiziert: Sonntag, 2. Apr 2006 / 16:04 Uhr

Die Aera Paul Accola, der fast 20 Jahre den alpinen Weltcup mitgeprägt hatte, fand in Davos vor weit über 1000 Gästen und Fans einen würdigen Abschluss.

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Mit dem 39-jährigen Bündner ist eine der charismatischsten Figuren des Skisports ins zweite Glied getreten.

Accola wünschte sich einen Abschied der anderen Art, bei dem «nicht 20 Redner hintereinander erzählen, was für ein geiler Siech man war.»

Und er wollte Nachhaltigkeit und verband sein Abschlussfest mit einem «Charity Race» mit Kindern und Skilegenden, das auch im nächsten Jahr in ähnlicher Form stattfinden soll.

100 000 Franken gingen an die Organisation «right to play», die über einer halben Million Kindern aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern das Sporttreiben ermöglicht.

Accola und die «Frösche»

So wie Accola 1987 vor seinem ersten Weltcuprennen bei der Ankunft im Mannschaftshotel die etablierten Stars wie Zurbriggen, Hangl und Co. mit «So, da seit ihr Frösche» begrüsst hatte, freute sich Accola, dass «fast alle meine Frösche» ihm beim Abschied die Reverenz erwiesen.

Unter ihnen befanden sich Pernilla Wiberg, Hannes Trinkl, Kristian Ghedina usw., aber auch alle seine nationalen Weggefährten von Mike von Grünigen bis zu Martin Hangl und Urs Kälin und von Maria Walliser bis zu Michela Figini oder Bernhard Russi.

Kjetil André Aamodt meldete sich aus dem Spital, wo er gerade operiert worden war, Alberto Tomba gab aus Paris ein Zeichen.

«So wenig Training - so viele tolle Leistungen»

Die (drei) Redner hielten sich an die Vorgaben, inklusive Skipräsident Duri Bezzola, der meinte: «Paul hat die Szene bereichert und die Medien und Funktionäre gefordert, insbesondere auch den Präsidenten.»

Der Davoser Landammann Hanspeter Michel hielt hervor, «dass keiner mit so wenig Training so tolle Leistungen erbracht hat» und «mit wenig reden oft soviel sagen konnte.» Er habe die Zivilcourage gehabt, ungeschminkt die Wahrheit zu sagen.

Und Karl Frehsner, einer, der wie Accola oft aneckte, staunte, «dass blöderweise ausgerechnet Paul und ich nie Probleme miteinander hatten. Vermutlich ist es schon so: gleich und gleich gesellt sich gern».

Frehsner wünschte Accola viel Glück bei seinem «Zwischenspurt auf Olympia 2010». Ehe der letzte Schweizer Weltcup-Gesamtsieger am Schluss doch noch einräumte: «Es ist irgendwie schon ein Rücktritt.» Die Geladenen würdigten den sichtlich Ergriffenen mit einer nicht enden wollenden «standing ovation».

(rr/Si)

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