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Wüstenblume - Plädoyer gegen Genitalverstümmelung
publiziert: Dienstag, 13. Okt 2009 / 13:48 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Okt 2009 / 07:59 Uhr

Der Film «Wüstenblume», der zur Zeit in den Schweizer Kinos läuft, erzählt die Geschichte des Topmodels Waris Dirie, die als Mädchen beschnitten wurde. World Vision Schweiz setzt sich in seinen Projekten in Afrika für die Abschaffung dieses Rituals ein.

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Wüstenblume - ein Film gegen die Genitalverstümmelung.
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4 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Videobeitrag zur Mädchenbeschneidung
World Vision setzt sich gegen die grausame Beschneidung von Mädchen ein.
worldvision.ch

Die eindrücklichste Szene des Films zeigt in einer Rückblende, wie eine Beschneiderin bei der dreijährigen Waris die schlimmste Form der Genitalverstümmelung durchführt, die Infibulation. Dabei heftet sie nach Entfernen von Klitoris und inneren wie äusseren Schamlippen die verbleibende Haut der äusseren Schamlippen mit Dornen zusammen. Weil die Klinge rostig ist, entzündet sich die Wunde später.

Engagierte UNO-Botschafterin

Das Leben von Waris Dirie ist geprägt von diesem Erlebnis. In London als Topmodel entdeckt, engagiert sie sich später als UNO-Botschafterin für die Abschaffung der Mädchenbeschneidung. Im Buch «Wüstenblume», das die Regisseurin Sherry Hormann nun eindrücklich verfilmt hat, beschreibt sie ihr Leben.

Aufklärungsarbeit in Mali und Tansania

World Vision Schweiz setzt sich in Tansania und Mali für die Abschaffung dieser Tradition ein. Während in Mali noch rund 95 Prozent der Mädchen beschnitten werden, sind es in Tansania rund 18 Prozent. Dort ist die Beschneidung bei gewissen Stämmen verbreitet und seit 1998 gesetzlich verboten. World Vision-Mitarbeiterin und Anwältin Leocardia Kabunga setzt sich mit Lobbyarbeit und Schulung von Regierungsmitgliedern und Dorfältesten für eine weitere Reduzierung der Beschneidungsrate ein. Erfolgreich war ihre Arbeit etwa beim Massaiführer Ngitoor Lodupo Mollel, in dessen Dorf heute keine Mädchenbeschneidung mehr durchgeführt wird.

Gesichtsverlust

Auch in Mali hat Leocardia Aufklärungsarbeit geleistet, sagt aber: «Hier sind zwar viele - auch einflussreiche Männer - für eine Abschaffung, getrauen sich aber nicht, sich mit diesem Thema zu exponieren, weil sie Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren.» Die Traditionalisten argumentieren mit mangelnder Hygiene, der langen Tradition und dem Hinweis, dass nicht beschnittene Frauen keinen Mann fänden, gegen eine Abschaffung.

(sk/World Vision)

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World Vision & Genitalverstümmelung
Wussten Sie, dass WorldVision bis zu 33.000 Patenmädchen in 9 Ländern schutzlos der Genitalverstümmelung ausliefert - wärend die Vermarktung dieser Mädchen jährlich bis zu 12 Millionen Euro auf das Konto der Organisation einbringt?
Obwohl auf einfache, effiziente und messbare Weise sicherer Schutz zu gewähren wäre?

Und wussten Sie, dass für den Kampf gegen diese Gewalt - der immerhin bis zu 90% der Patenmädchen in diesen Gebieten betrifft - nur ein lächerlicher Bruchteil des Geldes verwendet wird?

Und wussten Sie, dass WorldVision seit mehr als 12 Jahren immer wieder aufgefordert wurde, endlich zu handeln - und heute immer noch keine Ergebnisse vorweisen kann?

Und wussten Sie, dass nach Aussagen ihres Managements Waris Dirie den VertreterInnen von WorldVision in Deutschland ein Interview verweigerte, weil sie die Tatsache unerträglich findet, dass diese Organisation die Mädchen nicht vor dieser Bestialität schützen will?

Und wussten Sie, dass in Deutschland erstmals in der Geschichte der Entwicklungspolitik eine internationale Kampagne gestartet ist, um diesen Schutz einzufordern?

Googeln Sie einfach: Genitalverstümmelung, Patenmädchen

Fühlen Sie sich eingeladen mitzumachen und dafür zu sorgen, dass WorldVision endlich diese Duldungspolitik aufgibt und endlich die grundlegendsten Rechte der Patenmädchen sicherstellt.
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