Proteste gegen Anti-Islam-Film in Afghanistan halten an
Wut über Schmähvideo hält in Afghanistan an
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 08:46 Uhr

Dschalalabad - Aus Protest gegen den Anti-Islam-Film aus den USA sind in Afghanistan am Mittwoch erneut zahlreiche Menschen auf die Strasse gegangen. Im Osten des Landes demonstrierten rund tausend Menschen und blockierten eine zentrale Zufahrtsstrasse in die Hauptstadt Kabul.

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Bei den Demonstranten handelte es sich überwiegend um Studenten. Sie riefen «Tod Amerika» und «Tod den Feinden des Islam», wie Augenzeugen berichteten.

Bei den wütenden Protesten in verschiedenen muslimischen Ländern gegen den Film «Die Unschuld der Muslime», in dem der Prophet Mohammed beleidigt und die Muslime verunglimpft werden, starben bereits mehr als 30 Menschen. Der tödlichste Vorfall ereignete sich am Dienstag, als eine Frau sich in Afghanistan in die Luft sprengte und zwölf Menschen mit in den Tod riss.

In dem Land am Hindukusch gibt es immer wieder gewaltsame Proteste, insbesondere gegen empfundene Beleidigungen des Islam. Erst in diesem Jahr wurden nach der offenbar versehentlichen Verbrennung des Koran auf einem US-Stützpunkt 40 Menschen bei Protesten in Afghanistan getötet.

(alb/sda)

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