Swiss-Olympic-Präsident
Xeno Müller nennt Olympia Chef Kägi ein «Arschloch»
publiziert: Freitag, 6. Jul 2001 / 19:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Jul 2001 / 19:39 Uhr

Zürich - Unverständnis in der Schweizer Ruderszene: In einem Interview mit dem seriösen amerikanischen Rudermagazin «The Independent Rowing News» hat Atlanta-Olympiasieger Xeno Müller den Swiss-Olympic-Präsidenten mit Arschloch betitelt. Der Schweizerische Ruderverband (SRV) verurteilte die Aussagen des eigenwilligen Skiffiers.

Xeno Müller mokiert sich nach einer Frage in der besagten Fachschrift, ob es hart sei, Schweizer zu sein und in den USA zu leben, kurz zusammengefasst darüber, dass er nach der Olympia- Silbermedaille von Sydney weniger Sporthilfe-Beiträge erhalte, als nach seinem Olympiasieg in Atlanta. Das zerstöre seine Motivation, und er sei froh, dass er nicht in der Schweiz lebe. Dazu holt er zum grossen Rundumschlag aus und bezeichnet die Funktionäre von Swiss Olympic und der Schweizer Sporthilfe als «Bande von Arschlöchern in Anzügen». Den Swiss-Olympic-Präsidenten bezeichnet er sogar als «Arschloch». Pikanterweise ist dieser Präsident Walter Kägi, der frühere SRV-Vorsitzende, der Müller eigentlich immer unterstützte.

Unqualifizierte Aussagen

In einem Communiqué zeigt sich der Schweizerische Ruderverband (SRV) bestürzt über die von Müller gemachten Äusserungen. Wörtlich: «Die verbalen Attacken gegenüber Swiss Olympic und der Sporthilfe werden vom SRV als grobe Entgleisung eingestuft und damit aufs schärfste verurteilt. Der SRV distanziert sich in aller Form von Müllers unqualifizierten Aussagen. Der SRV verweist auf das in jeder Beziehung beste Einvernehmen und die fruchtbare Zusammenarbeit in den letzten Jahren sowohl mit der Swiss-Olympic- Leitung wie mit der Direktion der Sporthilfe. Der SRV klärt die genauen Hintergründe der von Müller gegen den 'Independent Rowing News' gmachten Äusserungen und Vorwürfe ab. Nach Vorliegen des detaillierten Sachverhaltes behält sich der SRV Massnahmen gegenüber dem Athleten vor.» Wenn er sich Müller nicht entschuldige, habe der SRV ein Problem, SRV-Kommunikationschef Markus Köchli zur ganzen Sache. Detaillierte Angaben zu den allfällig zu treffenden Massnahmen will der SRV nicht machen, weil die ganze Sache auch juristisch heikel sei.

Xeno Müller, der mit seiner Familie in Costa Mesa (Kalifornien) lebt, soll sich zur Zeit im Höhentrainingslager in Lake Tahoe befinden. Der WM-Zweite von 1998 und 1999 ist in diesem Jahr erst an einem Weltcup in Princeton (USA) gestartet, wo er gegen den jungen Norweger Olaf Tufte eine empfindliche Niederlage hatte einstecken müssen. Der frühere Grasshopper-Ruderer, der jetzt Mitglied beim RC Thalwil ist, gab nachher bekannt, dass er sich auf eigene Faust auf die WM in Luzern (18. bis 26. August) vorbereiten werde und bis dahin nicht mehr in Europa starte.

Ist Müller in Form?

Hilfe nimmt der zweifache Familienvater im Moment vom SRV keine an. Vom neuen Sportdirektor René Fischer wollte er nichts wissen. Auch vom neuen Nationaltrainer Duncan Holland will er offenbar keine Unterstützung annehmen. Er trainere nach den Plänen von Marty Aitken. Der Australier, bis letzten Herbst Nationalcoach in der Schweiz, hat allerdings wegen seiner Arbeit im britischen Ruderverband auch keine Zeit mehr, sich um seinen früheren Schützling zu kümmern. Im SRV weiss man rund sechs Wochen vor WM- Beginn nicht, ob Müller überhaupt in einer genügenden physischen Verfassung ist, um an den WM teilnehmen zu können. Denn Trainingswerte besitzen die Verantwortlichen von Müller zur Zeit keine.

(sda)

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