YouTube wird «Cash-Maschine» der Musikindustrie
publiziert: Freitag, 19. Dez 2008 / 22:43 Uhr

Mountain View - Das Online-Videoportal YouTube entwickelt sich zunehmend zur Cash-Maschine für die Musikindustrie.

Google will die Profitabilität von YouTube steigern.
Google will die Profitabilität von YouTube steigern.
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Wie Rio Caraeff, Executive Vice President der Universal Music Group, in einem aktuellen Interview mit Cnet wissen lässt, hat die Videoplattform in diesem Jahr erstmals «signifikante Umsätze» in der Höhe eines zweistelligen Mio.-Betrags für das Major Label generiert.

«YouTube ist nicht wie das Radio, wo es nur um Werbezwecke geht. Es ist vielmehr ein eigener Umsatzstrom, ein kommerzielles Geschäft», erklärt Caraeff. Und dieses Geschäft verzeichne derzeit enorme Zuwächse.

«Die Umsätze in diesem Bereich sind kontinuierlich von Jahr zu Jahr gestiegen und konnten so inzwischen an die 80 Prozent zulegen», schildert Caraeff. Brancheninsider gehen davon aus, dass Universal 2008 insgesamt knapp 100 Mio. Dollar über das Angebot von Video-Streams lukrieren wird.

Partnerprogramm für Content-Anbieter

«Es ist eines unserer grössten Anliegen, die Profitabilität von YouTube zu steigern. Um dies erreichen zu können, haben wir bereits vor einiger Zeit ein spezielles Partnerprogramm initiiert, das Content-Anbietern die Möglichkeit bietet, attraktive Umsätze zu generieren», stellt Google-Sprecher Stefan Keuchel fest.

Dass Universal nun ein gutes Geschäft auf YouTube mache, sei ein deutliches Indiz dafür, dass man sich in dieser Hinsicht auf dem richtigen Weg befinde. «Viele Unternehmen haben das Potenzial von YouTube für Werbezwecke bereits erkannt. Über das Portal kommen sie an Zielgruppen heran, die ansonsten nur sehr schwer erreichbar wären», erklärt Keuchel.

Neben dem Werbe- sei für Kooperationspartner sicherlich auch das Umsatzpotenzial von zunehmendem Interesse. «Das betrifft aber nicht nur die Musikindustrie, sondern gilt generell für alle Medienbranchen», merkt Keuchel an.

Einnahmen mit Werbung

Die Partnerschaft von YouTube und Universal setzt sich dabei aus zwei Bereichen zusammen. So verdient das Label einerseits an den Werbeeinnahmen der selbst eingestellten Musik aus den eigenen Archiven. Andererseits ist der Musikkonzern aber auch an den entsprechenden Umsätzen beteiligt, die durch hochgeladene User-Beiträge entstehen, an denen Universal die Rechte hält.

«Der Boom im Bereich der kostenlosen werbefinanzierten Online-Videos hat sich im Laufe des vergangenen Jahres zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. YouTube trägt zu dieser Entwicklung sicherlich einen sehr grossen Teil bei», meint Universal-Vizepräsident Caraeff.

Dieser Trend werde sich in Zukunft wohl noch weiter fortsetzen. «Unsere Zusammenarbeit mit YouTube wird in einigen Jahren völlig anders aussehen. Wir werden dabei aber auf dem guten Grundstock, den wir uns bislang erarbeiten konnten, aufbauen», kündigt Caraeff an.

Beliebte Musikinhalte

Laut Cnet-Bericht gehört der Universal-Kanal zu den grössten im Angebot der Videoseite. An die drei Mrd. Besucherzugriffe machen ihn zum Spitzenreiter unter allen YouTube-Channels.

«Musikinhalte haben einen sehr hohen Stellenwert auf YouTube und werden millionenfach angeklickt», betont Keuchel. Dies bestätigt auch das aktuelle Ranking der meist besuchten Channels auf der Videoplattform. So finden sich unter den ersten zehn Plätzen sieben musikbezogene Angebote.

(bert/pte)

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