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Von Joël Wüthrich, Working Press Basel-Montreal
Yves Sarault: «Welcome Mr. Hollywood»
publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 16:07 Uhr

Dass der HC Davos als «Hockey-Hollywood der Berge» immer wieder sehr attraktive Spieler verpflichtet, hat Tradition. Mit Yves Sarault kommt, wenn auch nur vorübergehend für 14 Tage als Luxus-Notnagel, ein weiterer Vertreter einer besonderen «Spezies».

Yves Sarault, ein «Tough Guy».
Yves Sarault, ein «Tough Guy».
Es fallen immer wieder die gleichen Namen beim Thema «ungemütliche Gegenspieler»: Yves Sarault ist einer , dem dieses Image anhaftet. Und er hat es sich hart erarbeitet. Ein Mann, der die Gratwanderung zwischen harter, aber fairer Spielweise und übertriebener Härte am Limit meisterhaft beherrscht. Aber auch ihm gehen manchmal die Nerven auf Grundeis.

Der Globetrotter Sarault

1991 wurde Yves Sarault als Nummer 61 von den grossen Montreal Canadiens, ein Jahr vor ihrem letzten grossen Stanley Cup-Triumph, gedraftet. Seither hat er sehr viele Stationen als Profi kennengelernt: Victoriaville (QMJHL), St.-Jean (QMJHL), Trois-Rivieres (QMJHL), Wheeling (ECHL), Fredericton (AHL), Montreal (NHL), Saint-John (AHL), Calgary (NHL), Hershey (AHL), Colorado (NHL), Ottawa (NHL), Detroit Vipers (IHL), Grand-Rapids (IHL), Orlando (IHL), Atlanta (NHL), Nashville (NHL), Milwaukee (AHL), Philadelphia Phantoms (AHL), Springfield (AHL), Prolab de Thetford (LHSPQ) und schliesslich setzte er beim SC Bern, in Genf bei Servette und zuletzt in der NLB beim SC Langenthal seine Duftmarken.

Geliebt bei Mitspielern, verhasst beim Gegner

In den frühen 90er Jahren konnte er noch nicht erahnen, dass er ausgerechnet in der Schweiz und am Spengler Cup mit Team Canada seine grössten Erfolge (Meister mit dem SCB 2003/04) feiern und seinen «besonderen Ruf» erarbeiten würde.

Spieler wie Yves Sarault sind echte «Hardrocker des Eishockey» und bei ihren Gegnern verhasst, bei den Teamkameraden jedoch äusserst beliebt. Sie machen die Drecksarbeit, die keiner sieht und setzen auch mit ihrem körperbetonten Spiel Zeichen. Sie können haarscharf die Gratwanderung entlang der Grenze zwischen korrektem Körpereinsatz und leicht übertriebener Härte ausloten und bewegen sich meisterhaft darin. Sie nehmen auch die Strafen, die es zu nehmen gilt, verhindern jedoch die dummen Penalties. Sie beherrschen den «Trash Talk» meisterhaft und stehen ihren Mann. Und wenn dann die Playoffs eingeläutet werden, steigern sie ihre «Produktivität» in diesem Bereich und gewinnen an Bedeutung.

Massgeblich beteiligt an einem Titelgewinn

In Bern war er an einem Titelgewinn massgeblich beteiligt, weil er in den Playoffs die ganze Bandbreite seiner Fähigkeiten ausspielte: Sarault ist nämlich nicht nur ein harter Hund im Zweikampf und ein «böser Trash Talker», sondern auch ein Opportunist, der Tore vorbereiten und schiessen kann. Seine grösste Stärke ist und bleibt aber nach wie vor die Fähigkeit, seinen Linienkollegen die Räume frei zu machen.

In der letzten Saison mit dem SC Bern vor zweieinhalb Jahren begann sein Stern zu sinken und er erhielt keinen neuen Vertrag. Als er dann letzte Saison in Genf mit seiner Gesundheit und auch mit seiner schwachen Form zu kämpfen hatte, sanken seine Aktien erneut. Zuletzt war er in der NLB bei Langenthal tätig. Sein liebstes Tummelfeld ist aber die NLA und dort, wo die Emotionen sind. Diese wird er sehr bald wieder erleben, wenn er an der Stätte seiner grössten Erfolge am Dienstag 31. Oktober vor seinen ehemaligen ans aufspielen darf.

Ein «echter» Tough Guy?

Yves Sarault ist selbst einer der den Begriff «Tough Guy» verkörpert. Er selber sieht sich auch als eine Art «Tough Guy», weil er stets versucht, seinen Körper fair aber wirkungsvoll einzusetzen. Die Gratwanderung sei aber eng und deshalb sei es eine «Kunst», sich als «harter Bursche» mit fairen Mitteln einen guten Namen zu machen. Sarault sieht seine Rolle etwas komplexer. Er sei nicht einfach ein rauer Bursche, der auf dem eis mit Provokation, hartem Einsatz und Fleiss die Gegner beeindruckt. Er will, Zitat, «auf und neben dem Eis den kleinen Unterschied schaffen».

Seine spielerischen Qualitäten wurden oft unterschätzt. Sarault kann auch, mit den richtigen Mitspielern im Team, ein Skorer sein. Die «Schweizer Antwort auf NHL-Goon Claude Lemieux» ist ein Meister der Verschmelzung von Torinstinkt, taktischer Disziplin und physischem Einsatz. Das machte ihn in der NLA zu einem besonders in den Playoffs gefährlichen Gegenspieler. Auch die Schiedsrichter können ein Liedchen davon singen. Stellvertretend sagte Schiri-Boss Reto Bertolotti: «Yves Sarault pflegt eine besondere Spielweise, denn er bewegt sich sehr häufig am Limit. Yves ist für mich deshalb ein echter Tough Guy.»

Eishockey.ch- Scouting Report Yves Sarault

JW. - Notengebung 1 bis 7 gemäss einem international anwendbaren Notenschlüssel.

7 = herausragend/Weltklasse, 6= Internationale Klasse, 5= NLA-Spitze, 4= NLA-Durchschnitt, 3= Rollenspieler, 2= NLA-würdig aber mit Mängel, 1= NLA-unwürdig

Technik/Skating: 4,5
Mentale Stärke: 5
Physis: 5
Kondition: 4
Disziplin: 4,5
Taktisches Verständnis: 5
Schusstechnik: 4,5
Killer Instinkt: 4,5
Belastbarkeit: 5
Zukunftsaussichten: 4,5

Total: Note 4,65

(fest/eishockey.ch)

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