30 Prozent in einem Monat
Zahl der Asylgesuche steigt
publiziert: Dienstag, 12. Aug 2014 / 15:04 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Aug 2014 / 15:22 Uhr
Viele Asylbewerber kommen aus Eritrea.
Viele Asylbewerber kommen aus Eritrea.

Bern - In der Schweiz hat die Zahl der eingereichten Asylgesuche innerhalb eines Monats um rund 30 Prozent zugenommen. Im Juli wurden 2911 Gesuche gezählt, während es im Juni erst 2234 waren. Die meisten Gesuchsteller und Gesuchstellerinnen stammen aus Eritrea.

10 Meldungen im Zusammenhang
Das teilte das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mit. 1480 der im Juli eingereichten Asylgesuche stammten von Menschen aus Eritrea, 44 Prozent oder 455 mehr als im Vormonat.

Dieser Anstieg hat laut dem BFM zwei Gründe: Einerseits trafen im Juli rund 24'000 Personen auf dem Seeweg in Italien ein, fast ein Drittel von ihnen waren Eritreerinnen und Eritreer. Ein erheblicher Teil dieser Menschen reiste von Italien in andere europäische Staaten weiter.

Der Andrang von Eritreern hatte schon im April begonnen. Den Schweizer Behörden standen deshalb vorübergehend zu wenige Dolmetscher zur Verfügung. Die Folge davon war, dass ungefähr 200 Asylgesuche, die schon im Juni eingereicht worden waren, erst im Juli statistisch erfasst werden konnten.

Weniger Gesuche aus Syrien

Zweitwichtigstes Herkunftsland der neu eingereisten Asylbewerber war Syrien mit 232 Gesuchen, 17 Prozent weniger als im Juni. Dahinter folgten Sri Lanka mit 141 Gesuchen (plus 60 Prozent), Somalia (107 Gesuche, plus 32 Prozent), Nigeria (84, plus 38 Prozent), Afghanistan (61, plus 69 Prozent) und Marokko (56, plus 27 Prozent).

(bg/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Zwischen Juli und September ... mehr lesen 1
Die Asylgesuche in der Schweiz haben deutlich zugenommen.
Am meisten Geld wurde für Sprach- und Bildungsprogramme ausgegeben.
Bern - Um die Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern, hat das Bundesamt für Migration (BFM) im vergangenen Jahr rund 55 Millionen Franken ausgegeben. In einem ... mehr lesen 1
Bern - Asylsuchende, die länger in der Schweiz bleiben, sollten nach Ansicht des ... mehr lesen 5
Asylanten des Durchgangsheims Weinfelden bei der Heu-Ernte.
Bern - Der Druck auf die Schweiz in der Flüchtlingspolitik dürfte sich wegen ... mehr lesen 1
Sonderbotschafter Migration Eduard Gnesa
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bewohner des Durchgangsheims für Asylbewerber in Weinfelden ernten im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms das getrocknete Mähgut von einer Magerwiese in Lommis. (Archivbild)
Bern - Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene sollen vermehrt in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Nächstes Jahr startet ein Pilotprojekt. Das ... mehr lesen
Bern - In den Monaten April, Mai und Juni haben deutlich mehr Personen in der ... mehr lesen 1
Mehr Asylgesuche aus Eritrea.
Asylgesuche aus der Ukraine werden wieder materiell geprüft.(Symbolbild)
Bern - Asylgesuche aus der Ukraine werden von den Schweizer Behörden ab sofort wieder inhaltlich geprüft. Der Bundesrat hat am Freitag beschlossen, das Land von der Liste der ... mehr lesen
Asylsuchende werden in der Testphase im Zentrum Juch in Altstetten untergebracht. (Symbolbild)
Zürich - Der Testbetrieb des Bundes ... mehr lesen 1
Es...
war abzusehen, was da kommen wird. Die Konflikte weltweit, zunehmende Flüchtlingsströme, dann das Mittelmeer mit Flüchtlingen aus Afrika. All dass kommt nicht überraschend. Hat man etwa darauf gehofft, dass der Kelch an der CH vorbeizieht. Jetzt ist man überrascht, hat fast keine freien Plätze mehr dafür hohe Kosten und vor allem glaubt man, etwas Gutes zu tun. Jetzt kracht es teilweise und man steht wieder ratlos da. Mit der Aufnahme von angeblichen Flüchtlingen löst man keine Probleme, man verlagert die Probleme nur in andere Länder.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 9°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Basel 10°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 8°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig trüb und nass
Bern 9°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 10°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig trüb und nass
Genf 11°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 11°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten