Zahl der Bebenopfer in Indonesien auf 23 gestiegen
publiziert: Sonntag, 16. Sep 2007 / 10:57 Uhr

Jakarta - Auf der indonesischen Insel Sumatra ist die Zahl der Erdbebentoten am Wochenende auf 23 gestiegen. 88 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Die Angst vor einem Tsunami ist immer noch gross: 2004 waren über 200'000 Menschen ums Leben gekommen.
Die Angst vor einem Tsunami ist immer noch gross: 2004 waren über 200'000 Menschen ums Leben gekommen.
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Alle Opfer seien im Grossraum Bengkulu und in den Westprovinzen zu beklagen, die dem Epizentrum im Indischen Ozean nächstgelegene Region. Mehr als 22'000 Häuser wurden dort zerstört oder beschädigt. Zudem beschädigten die Erdstösse die Infrastruktur zum Teil schwer.

Seit dem schweren Beben der Stärke 8,4 vom Mittwoch wurde der südostasiatische Inselstaat von mindestens 40 starken Nachbeben heimgesucht. Mehrmals wurden Tsunami-Warnungen herausgegeben, die sich aber nicht bestätigten.

Entlang der Westküste Sumatras sei in den kommenden zwei Wochen mit weiteren Nachbeben der Stärke drei bis fünf zu rechnen, berichtete die «Jakarta Post» unter Berufung auf das Geophysikalische Amt des Landes.

Hilfe benötigt

In den am schwersten betroffenen Gebieten benötigten die Menschen nun Lebensmittel, Kochgeschirr, Zelte und Medikamente, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes. Viele Menschen schlafen dort noch immer im Freien: Entweder, weil sie durch das Beben obdachlos wurden oder aus Furcht vor neuen Nachbeben.

Im Dezember 2004 kamen bei einem Tsunami nach einem starken Seebeben an den Küsten im Indischen Ozean rund 230'000 Menschen ums Leben. Seitdem sind die Behörden in der Region bemüht, frühzeitig vor einem Tsunami zu warnen.

(fest/sda)

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