Zahl der Hotelaufenthalte im September erneut rückläufig
publiziert: Donnerstag, 6. Nov 2003 / 11:10 Uhr

Neuenburg - Die Zahl der Logiernächte in den Schweizer Hotels ist im September im Jahresvergleich um 1,4 Prozent zurückgegangen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) stellt seit Mai zum fünften Mal in Folge einen Frequenzrückgang fest.

Die Schweizer Hotelerie leidet.
Die Schweizer Hotelerie leidet.
Wie das BFS am Donnerstag mitteilte, wurden im September 2,98 Millionen Übernachtungen gebucht, 42 000 weniger als vor einem Jahr. Das Monats-Ergebnis liegt um 6,3 Prozent unter dem Mittel der letzten zehn Jahre.

Die Schweizer Gäste blieben treu. Sie buchten 1,42 Millionen Logiernächte, was ungefähr dem Vorjahresstand entspricht. Die Nachfrage aus dem Ausland belief sich auf 1,55 Millionen Übernachtungen. Das sind 2,3 Prozent weniger als im September des Vorjahres.

72 Prozent der ausländischen Gäste kamen aus Europa. Die Nachfrage aus Deutschland ist weiterhin rückläufig, doch hat sich der Abwärtstrend gegenüber den Vormonaten deutlich abgeschwächt. Zunahmen waren bei den italienischen, belgischen, holländischen, spanischen, norwegischen und schwedischen Kunden festzustellen.

Deutlich weniger Übernachtungen in Hotels buchte die Kundschaft aus Japan (-9,2%). Ebenfalls ein deutlicher Einbruch musste bei den Gästen aus den USA (-15%) hingenommen werden. Die Hotels in den Bergkurorten schlossen im September mit einem Logiernächteplus von 3,6%, was vor allem der Region Graubünden zu verdanken ist.

Alle übrigen Regionen mussten Frequenzeinbussen hinnehmen, besonders deutlich die Regionen Freiburg-Neuenburg-Jura (-30%), das Schweizer Mittelland (-7,7%) und die Waadt (-6,2%). Diese drei Regionen hatten im Vorjahr von der Expo 02 profitiert.

(fest/sda)

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