Zahl der Todesopfer nach Orkan auf 40 gestiegen
publiziert: Freitag, 19. Jan 2007 / 14:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Jan 2007 / 14:42 Uhr

Berlin/London - Nach dem schweren Orkan «Kyrill» ist die Zahl der Todesopfer in West- und Mitteleuropa bis zum Morgen auf 40 gestiegen. Allein in Deutschland starben laut den Behörden mindestens 10 Menschen.

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Aus Grossbritannien wurden zwölf Todesfälle gemeldet, aus den Niederlanden sechs und aus Tschechien vier. In Polen lautete die jüngste Opferbilanz auf vier Tote.

In Frankreich starben zwei Menschen im Norden des Landes, in Belgien gab es laut Presseberichten mindestens zwei Sturmtote.

Obwohl mehrere Menschenleben zu beklagen seien, sei der Orkan «Kyrill» für Deutschland «relativ glimpflich» verlaufen, sagte der deutsche Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee.

Bahnverkehr unterbrochen

«Kyrill» wirbelte den Bahnverkehr in Deutschland erheblich durcheinander. Es müsse weiter mit Behinderungen und Verspätungen gerechnet werden, teilte die Deutsche Bahn mit.

Der Berliner Hauptbahnhof musste überdies wegen eines abgestürzten Stahlträgers aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Auch der Bahnverkehr in Tschechien war noch stark eingeschränkt.

Die Verbindungen aus der Schweiz nach Deutschland normalisierten sich nach Angaben der SBB jedoch. Ausfälle würden nur in Einzelfällen befürchtet. Es sei jedoch mit Verspätungen zu rechnen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur SDA.

Auch die Bahn- und Fährverbindungen zwischen Frankreich und Grossbritannien konnten unterdessen wieder aufgenommen werden.

Frachter in Seenot

Zunächst weiter in Gefahr war der teilweise mit gefährlichen Gütern beladene britische Containerfrachter «MSC Napoli», der am Donnerstag in Seenot geraten war. Die Retter wollten versuchen, ein Auseinanderbrechen des Schiffes zu verhindern.

Die russischen Öllieferungen nach Europa über die Pipeline in der Ukraine waren wegen des Unwetters vorübergehend unterbrochen. Seit Donnerstag fliesse kein Öl mehr nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei, teilten die ukrainischen Behörden mit.

(bert/sda)

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