Zahl der Toten bei U-Bahn-Brand auf 124 erhöht
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 07:24 Uhr

Taegu - Bei dem Brandanschlag auf die U-Bahn der südkoreanischen Stadt Taegu sind neuesten Angaben zufolge 124 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten der Toten könnten nur durch eine DNA-Analyse identifiziert werden, teilte Bürgermeister Cho Hae Nyong mit.

Brandanschlag auf die Taegu-Subway in Südkorea.
Brandanschlag auf die Taegu-Subway in Südkorea.
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72 der Opfer seien aus dem völlig ausgebrannten Wrack des Zuges geborgen worden. Der Bürgermeister ging davon aus, dass nun alle Opfer gezählt seien. Erst 25 von ihnen wurden den Angaben zufolge identifiziert. Die meisten Toten könnten nur durch eine DNA-Analyse identifiziert werden, weil sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt seien.

Die Zahl der Verletzten gab Cho mit 144 an. Auf der Liste der Vermissten stünden derzeit noch 279 Namen. Diese Zahl sei aber mit Vorsicht zu bewerten, da die meisten der als vermisst Gemeldeten wahrscheinlich nichts mit dem Unglück zu tun hätten.

Nach Augenzeugenberichten löste ein 56-jähriger offenbar geistig verwirrter Mann die Brandkatastrophe aus. Er habe eine hochbrennbare Flüssigkeit in einen Waggon gespritzt und mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt. Fahrgäste versuchten vergeblich, ihn zu überwältigen. Die Flammen und meterhoher giftiger Qualm versperrten den meisten den Fluchtweg.

Taegu ist die drittgrösste Stadt Südkoreas und war einer der Austragungsorte der Fussballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Die Stadt liegt im Südosten des Landes und hat nur eine U-Bahn-Linie, die durch das Zentrum führt.

(bert/sda)

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