Zahl der Toten in Bombay auf 190 gestiegen
publiziert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Jul 2006 / 10:10 Uhr

Bombay- Am Tag nach der verheerenden Anschlagserie in Bombay ist die Zahl der Todesopfer auf 190 gestiegen, wie die Polizei meldete. Die Zahl könne weiter steigen, da sich viele der rund 660 Verletzten in kritischem Zustand befänden.

Die Sprengsätze wurden zur Hauptverkehrszeit gezündet. (Archivbild)
Die Sprengsätze wurden zur Hauptverkehrszeit gezündet. (Archivbild)
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Zuvor war die Zahl der Toten mit 163 angegeben worden. Gestern waren in der westindischen Finanzmetropole zur Hauptverkehrszeit sieben Sprengsätze waren in fünf voll besetzten Zügen und auf zwei Bahnhöfen hoch gegangen. Ein achter Sprengsatz wurde von Sicherheitskräften entschärft.

Unterdessen läuft die Suche nach den Hintermännern der Anschläge auf Hochtouren. Das Innenministerium prüft, ob es einen Zusammenhang mit Anschlägen im indischen Teil Kaschmirs gibt. Kurz vor den Explosionen in Bombay war es zu einer Anschlagserie in Kaschmir gekommen, die die Polizei der von Pakistan aus operierenden muslimischen Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba anlastete.

Dementi nicht glaubwürdig

In Anrufen bei indischen Medien dementierte ein angeblicher Sprecher von Lashkar-e-Toiba eine Beteiligung der Gruppe an den Anschlägen in Bombay. Sicherheitsexperten hielten das Dementi aber nicht für glaubwürdig.

Die USA, Kanada sowie die UNO verurteilten die Anschlagserie in Bombay aufs Schärfste. US-Präsident Bush erklärte, die USA stünden an der Seite Indiens. Sein Land verurteile die Gräueltaten, die gegen unschuldige Menschen gerichtet gewesen seien.

Kanada und Pakistan verurteilen Anschläge

Der kanadische Aussenminister Peter MacKay sagte, die Anschläge seien eine neuerliche Erinnerung daran, dass Terroristen für ihre politischen Ziele über Leichen gehen. Zuvor hatte auch der pakistanische Präsident Pervez Musharraf die Anschläge verurteilt.

Der russische Präsident Wladimir Putin forderte schwere Strafen für die Täter. Auch die Regierungen Grossbritanniens, Frankreichs, Italiens und der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana verurteilten die Taten. Die Schweiz verurteilte die Anschlagsserie «in aller Schärfe» und «ungeachtet ihrer Urheber und deren Motivation».

In ganz Indien wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Den Behörden zufolge sollen dadurch mögliche weitere Gewaltakte verhindert werden. Ministerpräsident Manmohan Singh rief die Bevölkerung zu Ruhe auf. Jeder solle seinen Alltag wie sonst üblich weiter führen, sagte er. Den Angaben nach sollen Schulen und Geschäft ganz normal geöffnet sein.

(fest/sda)

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