Zahl der Toten nach Anschlägen in Algier gestiegen
publiziert: Donnerstag, 12. Apr 2007 / 15:46 Uhr

Algier - Einen Tag nach den Anschlägen in Algier hat sich die Zahl der Toten auf 33 erhöht. Wie das Innenministerium mitteilte, werden 57 Verletzte weiterhin in Spitälern behandelt.

Die Menschen in Algier standen nach den Attentaten wie unter Schock. (Archivbild)
Die Menschen in Algier standen nach den Attentaten wie unter Schock. (Archivbild)
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Am Mittwoch war von 24 Toten und 222 Verletzten die Rede gewesen. Die beiden fast zeitgleichen Anschläge, zu denen sich das Terrornetzwerk El Kaida bekannte, hatten sich gegen den Regierungssitz und einen Polizeiposten gerichtet.

Im online veröffentlichten Selbstbekenntnis zum Anschlag auf den Regierungspalast der islamistischen Terrororganisation «El Kaida des islamischen Maghreb» heisst es: «Der Angriff wurde ausgeführt von Muaz Bin Jabal, der einen mit 700 Kilogramm Sprengstoff gefüllten Lastwagen in das Gebäude fuhr.»

Die Fahnung nach den Hintermännern aus dem Umfeld des El-Kaida-Terrornetzwerkes wurde unterdessen verstärkt.

Sicherheitsmassnahmen verschärft

Rund um die neuralgischen Punkte der algerischen Hauptstadt wurden die Sicherheitsmassnahmen massiv verschärft. Die Menschen in Algier standen nach den Attentaten vom Vortag auf den Regierungssitz und einen Polizeiposten wie unter Schock.

Algeriens Politiker und damit auch die zugelassenen islamistischen Parteien verurteilten die Anschläge, bei denen nach einer vorläufigen Bilanz mindestens 222 Menschen verletzt wurden.

Der französische Staatschef Jacques Chirac hat seinem algerischen Kollegen Abdelaziz Bouteflika die Solidarität Frankreichs zugesagt und die Anschläge «schärfstens verurteilt». Algeriens Kampf gegen den internationalen Terrorismus sei auch der Kampf der Pariser Regierung, machte Chirac deutlich.

Auch der spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón warnte nach den Anschlägen von Algier vor einer erhöhten Terrorgefahr in Spanien. Mit seinen beiden Exklaven Ceuta und Melilla auf marokkanischem Boden sei Spanien im Visier von Extremisten, sagte er in einem Zeitungsinterview.

(bert/sda)

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