Zahl der Toten nach Erdbeben steigt auf über 300
publiziert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 09:45 Uhr

Peking - Ein starkes Nachbeben hat die Erdbebenregion im Nordwesten Chinas erschüttert. Der Erdstoss erreichte laut der regionalen Erdbebenwarte die Stärke 5,0 auf der Richterskala.

Xinjiang im Westen von China.
Xinjiang im Westen von China.
Nach dem schweren Erdbeben im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Todesopfer bis Dienstag nach Schätzungen der Bergungsmannschaft auf mehr als 300 gestiegen. Die amtlichen Medien berichteten von 260 Toten. 2050 Menschen seien verletzt worden.

Tausende sind obdachlos. Mehr als 8800 Häuser sind eingestürzt. Die Menschen mussten die Nacht in klirrender Kälte im Freien verbringen. Nach offiziellen Angaben haben die ersten Hilfsgüter das entlegene Erdbebengebiet östlich der Handelsstadt Kashgar an der alten Seidenstrasse inzwischen erreicht.

Weitere Hilfsgüter waren auf dem Weg, darunter auch wattierte Decken und Mäntel, berichtete Xinhua. Die Menschen hatten sich notdürftig Unterkünfte gebaut, während die Temperaturen über Nacht weit unter den Gefrierpunkt fielen.

Es ist die grösste Erdbebenkatastrophe in der Autonomen Region Xinjiang seit der Gründung der Volksrepublik 1949. Besonders schwer betroffen waren die Kreise Bachu und Jiashi, wo etwa 360 000 Menschen leben.

Aus Angst vor Nachbeben und wegen Schäden an den Häusern konnten viele nicht in ihre Häuser zurück. Die Erdstösse hatten eine Stärke von 6,8 auf der Richterskala erreicht. Ein Nachbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala versetzte die Menschen in den frühen Morgenstunden in Angst und Schrecken, berichtete das Erdbebenamt.

Ein spezielles Erdbebenteam mit 42 Mitgliedern habe sich sofort nach dem Beben mit Hilfsgütern in einem Sonderflugzeug auf den Weg nach Xinjiang gemacht und sei bereits am Montagabend eingetroffen, berichtete das Fernsehen.

(bert/sda)

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