Zahl der Toten steigt auf über 120000
publiziert: Donnerstag, 30. Dez 2004 / 16:50 Uhr

Jakarta - Beim Seebeben in Südasien sind nach neusten Angaben mehr als 120 000 Menschen ums Leben gekommen. Wie das indonesische Gesundheitsministerium mitteilte, starben allein in Indonesien 79 940 Menschen - 27 000 mehr als bisher bekannt.

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Ein zweites Video vom Tsunami in Patong. (10 Mb)
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In Sri Lanka kamen nach dortigen Regierungsangaben knapp 23 000 Menschen ums Leben; mehr als 4000 Menschen werden noch vermisst. Unter den Toten seien mindestens hundert Ausländer, teilte das Präsidentenbüro mit.

Mindestens 11 Schweizer unter den Opfern

Unter den Todesopfern befinden sich auch mindestens elf Schweizer Staatsangehörige, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekannt gab. Neue Zahlen will das EDA heute Nachmittag um 16 Uhr bekannt geben.

Zuvor hatten ein neuer Tsunami-Alarm und ein Ansteigen des Meeresspiegels bei der Bevölkerung an Indiens Küsten Panik ausgelöst. Der 48 Stunden lang geltende Alarm wurde vom indischen Innenministerium ausgelöst. Das Ministerium berief sich auf Experten-Warnungen vor einem starken Beben nahe Australien.

Tsunami-Panik

Panik brach auch auf Sri Lanka aus und behinderte dort die Rettungsarbeiten. Die Behörden in Colombo schlossen eine neue Tsunami-Katastrophe aber aus und riefen zur Ruhe auf.

Seit Sonntag hat es insgesamt fast 70 Nachbeben mit einer Stärke von 5,0 oder mehr gegeben. Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala erreicht und war das gewaltigste seit 40 Jahren.

Gute Nachrichten

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Nach der Zerstörung des thailändischen Luxushotels "Magic Lagoon" bei Khao Lak sind weitere 21 Hotelgäste lebend gefunden worden. Damit seien mindestens 206 der 415 zumeist aus Deutschland stammenden Touristen am Leben, teilte der Hotelkonzern Accor mit.

Von den 250 Angestellten, die zum Zeitpunkt des Unglücks Dienst hatten, seien mindestens 221 am Leben.

(bert/sda)

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