Zahl der neuen HIV-Ansteckungen im Jahr 2006 leicht gestiegen
publiziert: Montag, 29. Jan 2007 / 16:24 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Jan 2007 / 23:19 Uhr

Bern - In der Schweiz ist die Zahl der HIV-Neuansteckungen 2006 leicht gestiegen. Es gibt weiterhin zwei gegenläufige Trends: mehr Ansteckungen bei homosexuellen Männern und weniger neu infizierte Heterosexuelle und Drogenkonsumierende.

Wegen unvorsichtiger Sexpraktiken unter Homosexuellen steigt die Zahl der «Aidsgenossen».
Wegen unvorsichtiger Sexpraktiken unter Homosexuellen steigt die Zahl der «Aidsgenossen».
2 Meldungen im Zusammenhang
Bis Ende Dezember 2006 wurden 732 HIV-Neuansteckungen registriert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem «Bulletin» schreibt. Im Vorjahr waren es 722. Wie 2005 waren rund zwei Drittel der Angesteckten Männer.

Fortgesetzt hat sich der starke Anstieg der Zahl von neu mit dem HI- Virus angesteckten Männern mit sexuellen Kontakten zu Männern. 2006 wurden 288 (237) Angesteckte gemeldet. Vier von zehn dieser Virusträger leben im Kanton Zürich.

Heteros passen mehr auf

Rückläufig ist dagegen die Zahl der Neuansteckungen bei den heterosexuellen Männern und Frauen mit 338 (Vorjahr: 376). Gesunken ist auch die Zahl der neu angesteckten Immigrierten aus der Subsahara-Zone. Bei Personen, die sich intravenös Drogen spritzen, ging die Ansteckungszahl von 77 auf 56 im Jahr 2006 zurück.

Aids-Erkrankungen meldeten die Ärzte 2006 mit 165 deutlich weniger als 2005 (234). Wegen verzögerten Meldungen sind laut BAG in dieser Zahl auch Fälle früherer Jahre enthalten. Um diese Verzüge bereinigt, wurden 2006 136 (207) Neuerkrankungen gezählt.

Unerklärlicher Rückgang

Den Rückgang der Aids-Fälle gegenüber der Zeitspanne zwischen 2000 und 2004 kann sich das BAG nach eigenen Angaben noch nicht erklären. In jenen fünf Jahren wurden jeweils zwischen 210 und 239 neu Erkrankte statistisch erfasst.

Sterbefälle wurden bis Ende 2006 34 gemeldet; im Vorjahr waren es 66 und 2004 87. Nach Angaben des BAG ist die Statistik für die letzten zwei bis drei Jahre aber noch nicht vollständig. Das Bundesamt schätzt, dass sich die Zahl der Aids-Toten bei 80 bis 90 pro Jahr stabilisieren wird.

1994 waren noch 686 Aids-Tote registriert worden. Den starken Rückgang führt das BAG auf die Wirkung von antiretroviralen Medikamente zurück.

(fest/sda)

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