Zahl der somalischen Bootsflüchtlinge auf Rekordhöhe
publiziert: Freitag, 17. Okt 2008 / 14:12 Uhr

Nairobi - Die Zahl der somalischen Bootsflüchtlinge, die über den Golf von Aden nach Jemen zu gelangen versuchen, ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Bis Ende September erreichten mehr als 33'000 Flüchtlinge die jemenitische Küste.

Die Zahl der somalischen Bootsflüchtlinge ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor.
Die Zahl der somalischen Bootsflüchtlinge ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor.
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Mindestens 230 Menschen starben auf der Überfahrt, fast 400 werden vermisst, wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Nairobi mitteilte.

Erst vor wenigen Wochen war ein havariertes Boot mit Somaliern tagelang ohne Wasser und Lebensmittel unterwegs gewesen. Dabei waren zahlreiche Flüchtlinge verdurstet.

Die zunehmende Gewalt vor allem in der somalischen Hauptstadt Mogadischu bringe immer mehr Menschen dazu, die riskante Überfahrt zu wagen, hiess es. Die Zahlen dürften in den kommenden Wochen noch steigen, da im Herbst die Wetterbedingungen für die Fahrt über den Golf üblicherweise besonders günstig sind.

Anhaltende Dürre und politische Instabilität

In Somalia gibt es seit 1991 keine funktionierende Regierung. Etwa die Hälfte der Einwohner des Krisenstaates am Horn von Afrika ist wegen der anhaltenden Dürre und politischen Instabilität derzeit akut von Hunger bedroht.

Hunderttausende flohen aus Mogadischu vor den Kämpfen zwischen islamischen Rebellen und Regierungstruppen sowie deren Verbündeten aus dem Nachbarland Äthiopien.

Erst am Donnerstag waren in Mogadischu nach Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira 23 Menschen getötet worden, darunter mehrere Zivilisten. Islamische Rebellen hatten äthiopische Soldaten und Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) angegriffen.

(smw/sda)

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